Landkreis schafft Impfbeirat

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Gießen (pm). Noch ist Impfstoff gegen das Coronavirus knapp bemessen. Vor allem die Verwendung der sogenannten Impfreste - also zur Verfügung stehende Impfdosen in den Impfzentren am Tagesende - hat eine breite öffentliche Diskussion ausgelöst.

Der Landkreis Gießen möchte mit der Schaffung eines regionalen Impfbeirats prioritären Gruppen, die für Impfungen zu berücksichtigen sind, ebenso wie der heimischen Presse Gelegenheit zur Information geben.

Mehr als 12 000 Menschen sind bereits im Impfzentrum in Heuchelheim geimpft worden, mehr als 6000 Impfungen erfolgten durch mobile Teams in Alten- und Pflegeheimen, mehr als 4500 in Krankenhäusern. »Neben den Personen, die regulär mit Terminen und als Angehörige der Prioritätengruppe geimpft werden, gibt es aber immer wieder Fälle, in denen zu prüfen und abzuwägen ist«, erklärt Landrätin Anita Schneider. Die Gründe dafür seien vielfältig: »Die berufliche Funktion kann ebenso eine Rolle spielen wie zum Beispiel eine chronische Erkrankung.« Üblicherweise führt die Leitung des Impfzentrums den Bedarf von Personen zusammen, die für eine solche Impfung infrage kommen. Die ärztliche Leitung des Impfzentrums prüft diese Einzelfälle.

»Gerade mit Blick auf das Vertrauen der Öffentlichkeit möchten wir Transparenz schaffen und dabei sowohl fachliche Einschätzungen als auch die Versorgungslage mit Impfstoff und die geltende Verordnung verständlich machen«, erklärt die Landrätin.

Dafür sind in den Impfbeirat neben der ärztlichen und der Gesamtleitung des Impfzentrums auch der Vorsitzende des Kreistags und der Vorsitzende des Kreisseniorenbeirats eingeladen. Ein erstes Treffen ist für Freitag vorgesehen.

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