400 000 Euro

Landkreis muss für Nahverkehr nachzahlen

  • Patrick Dehnhardt
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Gießen(pm/pad). Der Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetriebe (ZOV) hat auf der Verbandsversammlung in Florstadt eine Gewinnausschüttung an seine drei Eigner-Kreise, Wetterau, Vogelsberg und Gießen, angekündigt. Beim Landkreis Gießen wird diese jedoch durch das Minus im öffentlichen Nahverkehr komplett aufgefressen, er muss stattdessen noch 400 000 Euro nachzahlen.

Die Gewinne aus dem Wasser-, Strom- und Gasgeschäft und den damit verbundenen Dienstleistungen betragen für das Jahr 2019 über elf Millionen Euro, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Wetteraukreis erhält gemäß der Anteile 51,7 Prozent, der Vogelsbergkreis 32,1 Prozent und der Landkreis Gießen 16,2 Prozent.

Vor der Auszahlung werden jedoch die im jeweiligen Kreis anfallenden Verluste im öffentlichen Personennahverkehr des VGO abgezogen. Im Wetteraukreis betragen diese rund 3 Millionen Euro, er erhält danach eine Auszahlung von 2,6 Millionen Euro. Im Vogelsbergkreis beträgt das Minus im Nahverkehr fast 3,4 Millionen Euro, sodass unterm Strich eine Ausschüttung von circa 200 000 Euro an den Kreis übrig bleibt.

Beim Landkreis Gießen ist das Minus hingegen deutlich höher als der ihm zustehende Anteil: Der Nahverkehr fuhr ein Minus von 2,7 Millionen Euro ein, dem Landkreis stehen allerdings nur knapp 1,9 Millionen Euro zu. Ein Teil der Differenz wird durch ein Guthaben aus dem Vorjahr gedeckt, letztlich muss der Landkreis dennoch rund 400 000 Euro an den ZOV zahlen.

Auf der ZOV-Verbandsversammlung wurde zudem über die Investitionen in das Stromnetz berichtet. Unter anderem wurde in Grünberg für 3,5 Millionen Euro das Schalthaus neu gebaut. In Lauterbach wurde das Umspannwerk erneuert, zudem wurde die Verbundleitstelle zur Überwachung des Stromnetzes für rund zwei Millionen Euro modernisiert.

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