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Die aktuelle Analyse der DAK-Gesundheit für den Landkreis Gießen zeigt die wichtigsten Veränderungen bei der Zahl und Dauer der Krankschreibungen.

Krankenstand

Landkreis Gießen hat mit den höchsten Krankenstand in Hessen

Trauriger Rekord für den Landkreis Gießen: In keiner anderen Region in Hessen sammelten Arbeiter zuletzt mehr Ausfalltage aufgrund von Krankheiten als hier. 

Gießen - Der Krankenstand im Landkreis Gießen ist 2018 gleich geblieben. Die Ausfalltage aufgrund von Erkrankungen erreichten wie im Vorjahr die 5,0 Prozent-Marke. Die Region verzeichnet damit dennoch den höchsten Krankenstand in Hessen und liegt deutlich über dem Landesdurchschnitt von 4,3 Prozent. Laut DAK-Gesundheitsreport waren damit an jedem Tag des Jahres von 1000 Arbeitnehmern 50 krankgeschrieben. Auch im Werra-Meißner-Kreis und im Landkreis Hersfeld-Rotenburg wurde mit 5,0 Prozent der höchste Wert im Land gemessen. Der niedrigste mit 3,7 Prozent in Frankfurt. 

Die aktuelle Analyse der DAK-Gesundheit für den Landkreis Gießen zeigt die wichtigsten Veränderungen bei der Zahl und Dauer der Krankschreibungen: Die Fehltage bei den Atemwegserkrankungen wie Bronchitis stiegen leicht um drei Prozent an und liegen damit weiter über dem Landesdurchschnitt. Mehr als jeder fünfte Ausfalltag erfolgte aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen. Rückenschmerzen und Co. rangieren damit auf Platz eins. Gegenüber dem Vorjahr gingen sie jedoch deutlich um zehn Prozent zurück. Psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angstzustände belegen mit einem Anteil am gesamten Krankenstand von 16 Prozent den dritten Platz. Gegenüber dem Vorjahr blieben die Fehltage unverändert hoch und über dem Landesdurchschnitt. Deutlich mehr Menschen waren aufgrund von Verletzungen wie beispielsweise Arbeitsunfällen krankgeschrieben. 

Kreis Gießen: Fehltage wegen Atemwegserkrankungen steigen

"Mit unseren Analysen zum Krankenstand setzen wir gezielt beim betrieblichen Gesundheitsmanagement an und bieten Arbeitgebern konkrete Hilfe", sagt Manuel Höres, Chef der DAK-Gesundheit in Gießen. 

Die DAK-Gesundheit untersucht in ihrem aktuellen Gesundheitsreport mit dem Schwerpunkt "Sucht 4.0 – Trinken, Dampfen, Gamen in der Arbeitswelt", wie viele Erwerbstätige in Hessen mit gravierenden Problemen durch Alkohol, Zigaretten und Computerspiele zu kämpfen haben. Das Fazit: Hunderttausende hessische Beschäftigte haben ein Suchtproblem. Konkret bedeutet das: 326 000 Arbeitnehmer zeigen einen riskanten Alkoholkonsum – das ist jeder zehnte Beschäftigte. 336 000 Erwerbstätige sind hierzulande zigarettenabhängig. Erstmals untersucht der DAK-Report das Thema Computerspielsucht in der Arbeitswelt. Ergebnis: Rund 290 000 Erwerbstätige in Hessen zeigen ein riskantes Nutzungsverhalten. 

Laut DAK-Gesundheitsreport 2019 haben Arbeitnehmer in Hessen mit Hinweisen auf eine sogenannte Substanzstörung deutlich mehr Fehltage im Job als ihre Kollegen ohne auffällige Probleme. Der Krankenstand der Betroffenen ist mit 7,9 Prozent fast doppelt so hoch. Sie fehlen aber nicht nur im Job, weil sie wegen ihrer Suchtproblematik krankgeschrieben werden. Vielmehr zeigen sich bei ihnen in allen Diagnosegruppen mehr Fehltage. Besonders deutlich ist der Unterschied bei den psychischen Leiden. Hier sind es über viermal so viele Fehltage. Bei Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen sind die Ausfalltage fast doppelt so hoch, bei Atemwegserkrankungen sind es 40 Prozent mehr.

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