Ein Forscher zeigt im Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg, wie ein PCR-Test für die Analyse auf Mutationen des Coronavirus vorbereitet wird.
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Ein Forscher zeigt wie ein PCR-Test für die Analyse auf Mutationen des Coronavirus vorbereitet wird.

Virus

B.1.351-Mutation im Landkreis Gießen: Zweite Corona-Variante aufgetaucht

Im Landkreis Gießen ist bei einem Corona-Patienten die Mutante B.1.351 nachgewiesen worden. Er soll sich im Ausland angesteckt haben.

Gießen – Erstmals ist bei einem Menschen aus dem Landkreis Gießen B.1.351 nachgewiesen worden, die sogenannte südafrikanische Variante des Coronavirus Sars-CoV-2. Das teilte die Kreisverwaltung am Montag (22.02.2021) mit. Die infizierte Person befindet sich demnach in stationärer Behandlung und in Isolation. Sie soll sich während eines Aufenthalts in Kamerun mit der Mutante angesteckt haben, so die aktuelle Vermutung. Nach der Rückkehr nach Deutschland habe es keine privaten Kontakte gegeben. B.1.351 wurde im Dezember 2020 erstmals in Südafrika entdeckt. Forscher gehen davon aus, dass die mutierte Form eine höhere Übertragbarkeit hat als das gewöhnliche Coronavirus. Gesicherte Daten fehlen aber noch. Außerdem liegen Hinweise vor, dass aktuell verfügbare Impfstoffe möglicherweise nur eingeschränkt vor B.1.351 schützen.

Corona-Mutationen im Landkreis Gießen: 63 Fälle der britischen Variante

Bis Freitag (19. Februar) waren dem Gesundheitsamt insgesamt 63 Fälle im Gießener Kreisgebiet bekannt, in denen es labordiagnostische Hinweise auf die sogenannte britische Virusvariante B.1.1.7 gibt. Über 59 von ihnen hatten die Behörden zuvor im Zuge von Massentestungen informiert. Insgesamt etwa 200 Kontaktpersonen wurden ermittelt und befinden sich in Quarantäne. In keinem dieser Fälle besteht ein bekannter Zusammenhang mit einem Auslandsaufenthalt. Auch B.1.1.7 gilt als ansteckender als die herkömmliche Form des Coronavirus. Die Mutationen sind der Hauptgrund dafür, dass erste Experten nun vor einer „dritten Welle“ warnen. (red/ag)

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