Lampenfieber beim Heimspiel

  • vonVolker Mattern
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Wettenberg (m). »Es wird das letzte Lied noch nicht gewesen sein und hoffe, auch nicht der letzte Applaus«, verspricht Nora Schmidt in einer Textzeile des Liedes »Lampenfieber«. Lampenfieber hatte die Krofdorferin auch bei ihrem jüngsten Auftritt in der Heimat, wie sie sagte. Mit ihrer unverkennbar warmen Stimme und ihrer Band, stellte sie ihr viertes Album »Auslese« vor. Das zweieinhalbstündige Konzert sollte auf ihren neuen Tonträger Lust machen. 120 Gäste besuchten den Auftritt im Saal des traditionsreichen Restaurants »Lava«.

Wettenberg (m). »Es wird das letzte Lied noch nicht gewesen sein und hoffe, auch nicht der letzte Applaus«, verspricht Nora Schmidt in einer Textzeile des Liedes »Lampenfieber«. Lampenfieber hatte die Krofdorferin auch bei ihrem jüngsten Auftritt in der Heimat, wie sie sagte. Mit ihrer unverkennbar warmen Stimme und ihrer Band, stellte sie ihr viertes Album »Auslese« vor. Das zweieinhalbstündige Konzert sollte auf ihren neuen Tonträger Lust machen. 120 Gäste besuchten den Auftritt im Saal des traditionsreichen Restaurants »Lava«.

Unaufdringlich, mit Botschaft und viel Tiefgang – so könnte man die meisten der Songs beschreiben, nach denen auch die Fangemeinde immer wieder verlangte. »Eine Auswahl jener Lieder und Stücke, die mir sehr am Herzen liegen«, beschrieb es die Sängerin. Viele der Lieder stammten von ihrem österreichischen Vorbild, der Musikerin, Autorin und Schauspielerin Stefanie Werger. Dazu gehören auch das Lied, »Lampenfieber« und »Die Neunte«, »Du tust mir gut« und »Keine Zeit«.

Chanson bis Clapton Cover

Nächstes Jahr blickt sie auf ein halbes Jahrhundert ihrer musikalische Lebensreise. Und immer noch beschreibt sie ihr »Herz zu hungrig, um zu schweigen«. Es war stets der Anspruch der Sängerin, aus ihrem Leben zu erzählen, den Menschen etwas mitzuteilen, mitzugeben und so verstand sie auch die Arbeit an ihrem neuen Album. Nahezu alle Titel transportieren ein Stück weit die Botschaft Leben ist Veränderung, ist Fluss. Musik und Texte sind anregend, stimmen nachdenklich, machen Hoffnung. Sie besingen schöne Gefühle, blenden aber Sorgen nicht aus.

Die Chanson habens ihr angetan – eigentlich eher schwermütig Lebensgeschichten beschreibend, mittels Ironie und Satire. Das besondere im Konzert und auch auf ihrer CD zu hören, ist der aufgepeppte Stil: Mehr Swing und größere Leichtigkeit kennzeichnen die Stücke. Beim Konzert gelang diese Präsentation hervorragend. Auch weil die Band und jeder einzelne Musiker seinen Raum als Künstler bekam. Zu den Weggefährten von Nora gehört etwa Manfred Becker. Mit seinem Akkordeon spielt er in einer anderen Liga und schon mit der Filmmusik aus »Stille Tage in Clichy« wurde klar: Hier sind Mann und Instrument eine Einheit. Damit begann das Konzert. Mit »L’accordéoniste« kam einer von drei im Konzert zu hörenden Titeln zum Vortrag, die nicht Bestandteil der CD sind. Mit »Sous le ciel des paris« erinnerten Nora und Manfred Becker in besonderer Weise an die französische Sängerin Edit Piaf. »Make you feel my love«, »You’ve got a friend« und »Open arms« gehörten zum Repertoire an Liebesliedern. Bei Eric Claptons »Tears in heaven«, gab Burkhard Mayer mit der Gitarre den Instrumentalsound begleitend zum Gesang.

Erfolg ist Teamarbeit, weiß Nora und ist stolz auf ihre musikalischen Begleiter. Mit Tobias Lauber (Piano) ist sie oftmals auch alleine zu Auftritten unterwegs. Frank Höfliger war solo am Bass zu hören mit »Newbury Street«. Jörg Eichberger schmeichelte den Songs mit dem Saxofon. Einen besonderen Applaus gab es für den Benjamin der Band, dem 18-jährigen Schlagzeuger, Moritz Petersen. Das Publikum wollte Sängerin und Band nicht ziehen lassen ohne Zugabe. So gab es zum Abschied noch zwei besondere Stücke, die nicht auf dem Album zu hören sind: »Non, je ne regrette rien« und »Die Rose«.

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