Laden für Kinzenbach wird geprüft

  • Rüdiger Soßdorf
    vonRüdiger Soßdorf
    schließen

Heuchelheim(so). Braucht Kinzenbach einen 24/7-Shop? Einen Laden, der an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr geöffnet ist? Das mag trefflich zu diskutieren sein. Fakt ist aber, dass das Dorf in der letzten Generation einen Bäcker, zwei Metzger, einen Lebensmittelladen und die Sparkasse verloren hat. Die Einka ufs-Infrastruktur für die 1800 Ei nwohner ist bei Lichte betrachtet "basic". Sicher ist der Rewe in Heuchelheim nur zwei Kilometer entfernt. Auch Aldi ist nicht fern. Es läuft ein Einkaufsbus hin und her, zudem bieten die Rewe-Kaufleute Lemp mit Vertragspartnern einen Lieferdienst.

Für die Dinge des täglichen Bedarfs

Aber ein kleiner Laden mit Dingen des täglichen Bedarfs im Dorf, der anders als der Lieferdienst ein Einkaufserlebnis bietet, wäre schon eine Bereicherung. Deshalb wird geprüft, ob sich das realisieren lässt. Vornehmlich wird an ein Modell gedacht, wie es die Kette "Tegut" derzeit erprobt: "Teo" heißen deren kleine Läden, die ohne Personal auskommen. Kunden öffnen und bezahlen mit der Kreditkarte. Ins Gespräch kommen wolle man mit verschiedenen Anbietern, legte Katrin Schleenbecker (Grüne) in der Gemeindevertretung dar. Entstehen könnte ein Laden möglichst an zentraler Stelle, etwas an der alten Schule. Skepsis herrscht hinsichtlich eines ehrenamtlich organisierten Geschäftchens, wie man sie etwa in Eberstadt, Freienseen oder Großaltenstädten etabliert hat. "Das funktioniert eher nicht", so die Einschätzung von Schleenbecker.

Warum rund um die Uhr geöffnet? Warum ohne Personal?", hinterfragt Mirko Nowotny (CDU). Auch die CDU hat, wie alle anderen Fraktionen, bereits Hinweise und Fragestellungen von Anwohnern an der Alten Schule erhalten, die unter anderem wegen des Verkehrs und der Parksituation nachfragen. Auch das soll in einer Prüfung bedacht werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare