Für den Labrador aus Lollar kam jede Hilfe zu spät.
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Für den Labrador aus Lollar kam jede Hilfe zu spät.

Pflanzenschutzmittel

Labrador getötet - Ärzte in Gießen kämpften vergebens um sein Leben

  • Rüdiger Soßdorf
    vonRüdiger Soßdorf
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Nachdem er einen Giftköder bei Lollar gefressen hatte, ist ein Labrador ums Leben gekommen. Nun wendet sich der Hundehalter an die Bevölkerung.

Lollar/Gießen - Am Altenberg nahe Odenhausen hat am 29. Juni ein Hund einen Giftköder gefressen und ist an den Folgen gestorben. Der Hundehalter rät daher allen Hundehaltern, aber auch Eltern mit Kleinkindern zu besonderer Vorsicht.

Der Odenhausener war am 29. Juni, so wie jeden Abend, am Altenberg mit dem neunjährigen Labrador der Familie spazieren. Auf der Gassi-Runde fraß der Rüde etwas im Gras am Wegrand, berichtet Besitzer Tim Schweisgut. Etwa eine Stunde später bekam der Hund Durchfall, erbrach und krampfte. In der Notaufnahme der Tierklinik in Gießen haben Ärzte noch versucht ihn zu retten - vergebens.

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Der Eigentümer ließ es damit nicht auf sich beruhen, sondern gab eine Untersuchung des Mageninhaltes in Auftrag. Das Ergebnis liegt nun vor. Dabei ist laut Schweisgut herausgekommen, dass der Hund der Familie einen Cocktail aus vier verschiedenen Giften im Magen hatte, darunter das verbotene Pflanzenschutzmittel E 605, auch bekannt als »Schwiegermuttergift«. Bei den zusammengemixten Giften soll es sich teils um Substanzen handeln, die seit 2002 nicht mehr in der EU gehandelt werden dürfen.

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Nun, da die Todesursache des Tieres zweifelsfrei feststeht, wendet sich der Odenhausener Schweisgut an die Öffentlichkeit. Er hat zudem die Polizei eingeschaltet, auch das Ordnungsamt der Stadt Lollar ist informiert.

Wer Ende Juni am Altenberg verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, diese zu melden.

Immer wieder gibt es Informationen und Hinweise auf ausgelegte Köder mit Gift, Nägel, Rasierklingen etc. Doch nicht alle Fälle werden - wie hier in Odenhausen richtigerweise geschehen - zweifelsfrei durch Obduktion geklärt und können dann zur Anzeige gebracht werden.

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