Antisemitischer Vorfall

Kultusminister schaltet sich ein

  • schließen

Grünberg (dpa). Im Fall der drei Schüler der Grünberger Theo-Koch-Schule, die auf der Rückfahrt von einem Besuch im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald antisemitische Lieder abgespielt und mitgesungen haben sollen, hat sich der hessische Kultusminister zu Wort gemeldet. "Hetzerische Lieder und Beleidigungen sind kein Kavaliersdelikt. Den Jugendlichen muss deutlich vor Augen geführt werden, dass wir so etwas in unserem Land nicht dulden", erklärte Alexander Lorz (CDU). "Der Fall zeigt, dass wir in unserem Engagement um Werte- und Demokratieerziehung und dezidiert auch bei der Antisemitismusprävention nicht nachlassen dürfen, sondern es vielmehr weiter intensivieren müssen."

Die Schulleitung der Theo-Koch-Schule hatte Anzeige gegen drei Schüler erstattet. Es werde wegen des Verdachts der Volksverhetzung gegen die 14-Jährigen ermittelt, sagte ein Polizeisprecher in Gießen.

Der Kreis Gießen hatte sich in einer Mitteilung an die Seite der Schulleitung gestellt. Da es um den Verdacht der Volksverhetzung gehe, sei die richtige Konsequenz gewählt worden, sagten Landrätin Anita Schneider (SPD) und Schuldezernentin Christiane Schmahl laut Mitteilung vom Freitag. Vorkommnisse mit solch strafrechtlicher Relevanz müssten bei der Polizei zur Anzeige gebracht werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare