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Kuhglocken läuten den Herbst ein

  • VonPatrick Dehnhardt
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Es ist ein kühler Morgen, der Hochnebel will sich kaum auflösen. Ein untrügliches Zeichen, es ist Herbst geworden. Höchste Zeit also für den Almabtrieb in Nieder-Bessingen.

Am Sonntag war es wieder so weit, die Herde wurde von der Sommeralm auf die Herbstweide gebracht. Seit mehr als einem Jahrzehnt ist dies stets ein Zuschauermagnet. Die Kühe tragen Blumenkronen, werden eigens dafür mit Kuhglocken geschmückt. Auf den Weg ins Tal begleiten Kuhführer die Tiere, die Stricke der Halfter bleiben jedoch meist entspannt. Denn auch für die Kühe ist es ein besonderer Moment - weniger wegen der vielen Zuschauer am Straßenrand, sondern vor allem weil am Ende des Weges frisches Gras wartet.

Ingo Lotz führte auch in diesem Jahr wieder den Bullen Toni. Dieser lebt mit seinen neun Damen und zahlreichen Kälbern zusammen auf der Weide, ist dort der unbestrittene Chef. Doch von Lotz lässt er sich sagen, wo es langgeht - man ist ein eingespieltes Team.

Am Wegesrand begrüßten zahlreiche Besucher die Herde, alle mit ordentlichem Abstand zueinander. Der Almabtrieb ist und bleibt ein beliebtes Fotomotiv. Und natürlich ging es mit reichlich Folklore vonstatten. Am Lindenbaum etwa wartete ein Alphornbläser auf die Kühe. Nach einem Schlenker durchs Dorf ging es vorbei an der Gastwirtschaft »Kaffeehannes« und schließlich auf die Herbstweide neben dem Kindergarten. Während die Kühe sich gleich über die ersten Halme hermachten, resümierte Lotz: »Es ist alles gut gelaufen.« pad / FOTO: PAD

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