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Die Krumbacher und die Schwalben

  • vonKlaus Moos
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Sie sind wieder da. Mehlschwalben sind aus dem Winterquartier zurückgekehrt - und einige haben sich gleich im Schwalbenhaus im Garten von Helmut Gerlach in Krumbach einquartiert und beginnen, sich einzurichten. Bereits im vergangenen Jahr waren dort alle acht Nester belegt.

Bis Oktober werden die Schwalben nun ihre neue Heimat in Anspruch nehmen. Gerlach freut sich schon darauf, wenn erste Schwalbenbabys schlüpfen und dann zur Fütterung der Jungtiere ein reger Flugbetrieb herrscht. Gerlach, seit 50 Jahren als Vorsitzender des Vogel- und Naturschutzvereins Krumbach in Amt und Würden, weiß, dass die Schwalben meist Mitte April kommen - und so war es auch in diesem Jahr. "Toll, neue Mitbewohner zu haben", freut sich der Krumbacher.

Die Mehlschwalben sind etwa 13 Zentimeter groß und gehören zur Gattung der Sperlinge. Ihre Federn sind oben glänzend, blauschwarz mit leuchtend weißem Bürzel, die Unterseite ist mehlweiß. Der Schwanz ist schwach gegabelt. Der Flug der flinken Vögel ist zappeliger als der der Rauchschwalbe, aber mit langen Gleitstrecken. Der Flugruf ist ein lautes "prrüd".

Da die Mehlschwalben außen an Gebäuden brüten, sind sie weniger von der Landwirtschaft abhängig als beispielsweise die Rauchschwalben. Ihre halbkugeligen Lehmnester mit einer kleinen Öffnung sind immer wieder auch mitten in Städten zu finden. Vorgefertigte Schwalbennester helfen den Tieren bei Wohnungsnot infolge von Mangel an Baumaterial. Die Schwalben sind Insektenjäger, die oft in großer Höhe vor allem Fliegen und Mücken erbeuten. Die Nestjungen fressen sich dick und können so problemlos Nahrungsknappheit überbrücken.

Bei tagelangen Schlechtwetterphasen überstehen sie übrigens eng aneinander gekuschelt in Energie sparender Kältestarre. Ihre Ankunft in diesen Tagen bedeutet allerdings vor allem eines: Der Sommer ist nah.mo/Fotos: Archiv

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