Kripo warnt vor Schockanrufen

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Gießen (pm) Am gestrigen Vormittag haben mehrere Menschen aus dem Landkreis Gießen sogenannte Schockanrufe bei der Polizei gemeldet. Die Masche war überall identisch. In den Gemeinden Buseck, Lollar, Biebertal und in der Stadt Gießen habe jeweils eine Frau, die sich als Frau Müller am Telefon vorstellte, bei älteren Bürgern angerufen.

Sie sagte, sie melde sich im Auftrag des behandelnden Arztes Professor Neumann. Ein naher Angehöriger sei an Corona erkrankt. Es wäre mit dem Ableben zu rechnen, wenn nicht schnell ein neues Medikament aus der Schweiz eingeflogen werde. Der Helikopter stehe schon bereit, jetzt müssten nur noch die 37 500 Euro gezahlt werden. Nach Zulassung des Medikamentes durch die Krankenkassen in Deutschland im November würde dann auch der gezahlte Betrag von der Krankenkasse erstattet werden.

Die Polizei warnt: Immer wieder nutzen Telefonbetrüger derartige Szenarien, um vor allem von älteren Menschen Geld zu ergaunern. Sie üben verbalen Druck auf die Angerufenen aus, um zu verhindern, dass der Betrug erkannt wird. In den bisherigen Fällen reagierten die Betroffenen richtig und informierten die Polizei. Die Beamten raten: Legen Sie sofort auf und lassen sich in kein Gespräch verwickeln. Gehen Sie auf keine Geldforderung ein und rufen Sie umgehend die Polizei unter dem Notruf 110 an.

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