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Kripo warnt vor Bitcoin-Betrügern

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Von: red Redaktion

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Gießen (pm). Aus aktuellem Anlass warnt die hiesige Kriminalpolizei vor sogenannten Bitcoin-Betrügern. Die Kriminellen, die auf ihren Webseiten hohe Gewinne versprechen, haben jüngst insgesamt fast 200 000 Euro bei drei Geschädigten aus dem Landkreis Gießen erbeutet.

In allen Fällen waren die »Anleger« auf Social Media beziehungsweise im Internet auf die Anbieter aufmerksam geworden. Vordergründig erscheinen die Seiten professionell und sogar Beratungen per Telefon oder E-Mail mit einem persönlichen Betreuer waren im Service enthalten.

Im ersten Fall wurde eine 25 Jahre alte Frau um 3000 Euro gebracht. Diese Summe hatte sie insgesamt in die digitale Währung investiert. Als sie den vermeintlichen Gewinn zurückbuchen wollte, war ihr Account gelöscht. Weit mehr Geld noch haben ein 44 Jahre alter Mann und eine 61-jährige Frau aus dem Landkreis verloren. Der Mann hatte bis Anfang Oktober insgesamt 90 000 Euro überwiesen. Als ihm schließlich ein Gewinn von über 200 000 Euro angezeigt wurde und er diesen zurückbuchen wollte, war die Plattform nicht mehr existent.

Ähnlich erging es der 61-Jährigen. Nachdem sie sich an zwei Anbieter gewandt hatte, wurde sie mehrfach per E-Mail und Telefon von angeblichen Firmen-Mitarbeitern kontaktiert. Sie überwies schließlich 95 000 Euro. Auch ihr Geld, so die Polizei, dürfte weg sein.

Verführerisch, so schreiben die Beamten in einer Pressemitteilung, werden die Angebote oftmals deshalb, da anfangs nur kleine Beträge als Ersteinlage gefordert werden. Auf einem virtuellen Dash- board kann man anschließend verfolgen, wie rasant sich diese Einlage vervielfacht. Spätestens dann sind die meisten Opfer gefangen und investieren auch größere Beträge.

Tipps der Polizei

Die Polizei warnt daher und empfiehlt, sich intensiv mit der Kryptowährung zu befassen, bevor man investiert. Traumhafte Renditen seien und blieben ein Warnsignal. »Seien Sie vorsichtig bei Werbe-E-Mails mit bekannten Gesichtern.« Die Beamten raten zudem, sich im Zweifel an die Verbraucherzentralen zu wenden. Wer auf eine solche Masche hereingefallen ist, sollte umgehend Anzeige erstatten und die Bank informieren.

Ansprechpartner bei der Polizei für Cybercrime ist Kriminalhauptkommissar Ulrich Kaiser, Telefon: 06 41/70 06-29 42, E-Mail: praevention.ppmh@polizei.hessen.de .

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