Kreismitarbeiter sollen mehr stromern

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Gießen (so). Lässt sich der kreiseigene Fuhrpark noch mehr als bislang auf Elektro-Autos umstellen, um so einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten? Das hat die Kreisverwaltung in den vergangenen Monaten untersuchen lassen. Die nun vorliegenden Ergebnisse sind eindeutig: Nahezu alle Fahrten, die Mitarbeiter des Kreises beruflich absolvieren, sind elektrifizierbar. Experte Knut Petersen hat errechnet, dass 97 Prozent der Dienstfahrten auch elektrisch funktionieren. Bei 16 Prozent der Fahrten, nämlich allen, bei denen die Strecke unter zehn Kilometern liegt, könnten alternativ zum E-Auto auch Pedelecs infrage kommen.

Bei den über zwölf Wochen erhobenen Fahrdaten zeigte sich zudem, dass die meisten Dienstfahrten dienstags oder mittwochs erledigt werden. In Sachen Ladeinfrastruktur wird der Kreis in naher Zukunft mit den Stadtwerken Gießen und den Herstellern von Ladesäulen Gespräche führen.

Bei der Frage der Elektrifizierung eines Fuhrparks ist bis heute das zentrale Moment: Wie weit fährt ein Fahrzeug elektrisch - und welcher Reichweite bedarf es bei den Fahrten? Bei denn meisten "Stromern" ist momentan nach bestenfalls 300 Kilometern Schluss. Fachmann Petersen kommt zu dem Schluss, dass angesichts des Bedarfs der Kreismitarbeiter nur noch wenige Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor benötigt würden

Vorgabe ist zudem: Der Fuhrpark soll nicht wachsen, sondern der Anteil der elektrisch angetriebenen Fahrzeuge soll steigen. Darauf zielt auch die Landesförderung ab, um die sich der Kreis Gießen laut Landrätin Anita Schneider bemühen will. Das Land fördert nicht den Zuwachs an, sondern den Ersatz von Fahrzeugen, sagte Schneider vor den Mitgliedern des Infrastrukturausschusses. Mit breiter Mehrheit hat der Ausschuss am Donnerstag die Mittel zur Auf- und Umrüstung des Fuhrparks auf E-Mobilität freigegeben.

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