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Seit vergangener Woche wird Astrazeneca nur noch Menschen über 60 verabreicht.

Impfstoff in der Kritik

Thrombosen nach Impfungen mit Astrazeneca: Kreis Gießen von Fällen verschont

  • vonStefan Schaal
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Der Umgang mit dem Impfstoff Astrazeneca wird in der heutigen Sitzung des Impfbeirats Thema sein. Im Vorfeld hat ein Sprecher des Kreises erklärt, dass dem Landkreis noch keine Komplikation gemeldet worden sei, die auf einen Thrombosefall infolge einer Impfung mit Astrazeneca schließen lässt.

Das Vakzin wird seit vergangener Woche auch im Gießener Land nur noch Menschen verabreicht, die älter als 60 Jahre sind. Astrazeneca steht in der Kritik, nachdem bundesweit bei bisher 31 Personen Hirnvenenthrombosen nach einer Impfung mit dem Präparat aufgetreten waren. 29 von ihnen waren Frauen, fast alle waren jünger als 60, neun Betroffene sind infolge der Impfung verstorben.

Die Verabreichung des Impfstoffs nur für Menschen ab 60 habe auf den Impfprozess im Landkreis bisher keine negativen Auswirkungen, sagt Johanna de Haas, Ärztin im Gesundheitsamt.

De Haas spricht sich außerdem für mehr Kommunikation und Aufklärung aus, was den Impfstoff angeht. »Astrazeneca ist nicht als Impfstoff ein Desaster«, betont die Ärztin. »Astrazeneca ist ein Kommunikationsdesaster.«

Auch Hausärzte wie der Lollarer Johannes Maykemper, die im Kreisgebiet nun Corona-Schutzimpfungen vornehmen, berichten, dass unter den Patienten viel Beratungsbedarf zu Astrazeneca besteht. FOTO: DPA

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