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Ob Fachwerkbau oder Aktivierung der Scheune in der zweiten Reihe - beim Kreis gibt es Zuschüsse für die Ortskerne.

Kreis stärkt die Ortskerne

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Gießen (so). Mit überschaubaren Mitteln will der Kreis das Leben in den Dörfern, insbesondere in den Ortskernen, attraktiver machen. Dazu hat der Kreistag jetzt eine Richtlinie zum Revitalisieren der Ortskerne beschlossen. Die Bevölkerungszahl wächst leicht - und die Menschen werden durchschnittlich immer älter. Darauf soll mit bezahlbarem und altersgerechtem Wohnraum reagiert werden.

Im Blick sind besonders denkmalgeschützte oder erhaltenswerte Gebäude in den Dorfkernen. Dort stellen Sanierung oder Modernisierung nicht selten auch eine finanzielle Herausforderung dar.

Ziel ist, die Städte und Gemeinden im ländlichen Raum zu unterstützen und so Leerstand oder Sanierungsstau abzubauen und zugleich neuen Wohnraum zu schaffen. Förderanträge, die jeder Bauherr beziehungsweise Eigentümer eines in Frage kommenden Gebäudes einreichen kann, werden der Gesellschaft Sozialer Wohnungsbau und Strukturförderung im Landkreis Gießen (SWS) zur Stellungnahme vorgelegt und danach vom Kreis beschieden. Die Zuschusshöhe beträgt maximal 30 Prozent der Investitionskosten, höchstens aber 75 000 Euro.

Eine Förderung erfolgt unabhängig davon, ob eine Kommune der SWS beigetreten ist oder nicht - Pohlheim, Allendorf/Lumda und Gießen sind nämlich außen vor geblieben. FDP-Mann Harald Scherer hatte eine Reihe von Änderungsideen vorgelegt, um die Richtlinie "handhabbarer und praktikabler" zu machen. Reinhard Hamel von den Linken beantragte zudem, die Zuschussvergabe zu präzisieren. Nicht mit 75 000 Euro Höchstförderung je Projekt, sondern mit 25 000 Euro Höchstförderung je Wohneinheit. Das Gros der Änderungen wurde jedoch von der SPD-geführten Koalition verworfen und die Richtlinie dann mit breiter Mehrheit bei Enthaltung von FDP und Linken beschlossen.

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