Kreis-Koalition steht hinter Landratskandidat Neidel

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Gießen (pm/bf). In einer gemeinsamen Presseerklärung haben die Kreistagsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und Freien Wählern noch einmal ihre Unterstützung für Peter Neidel (CDU) bei der Stichwahl um das Landratsamt am 24. Oktober bekräftigt. Diese Unterstützung hatten sich die Koalitionspartner schon im Vorfeld wechselseitig zugesichert, sollte es zu einem zweiten Wahlgang zwischen einem Kandidaten aus der Koalition und der amtierenden Landrätin Anita Schneider (SPD) kommen.

Neben dieser Zusicherung betonen Vertreter beider Fraktionen die inhaltlichen Gründe für die Unterstützung Neidels. »Die klare Absichtserklärung von Herrn Neidel, dass unser Dezernent Christian Zuckermann unter seiner Verantwortung ein richtiges Umwelt- und Klimaschutzdezernat bekommt, ist natürlich ein Punkt, den wir aus Sicht von Bündnis 90/Die Grünen sehr begrüßen«, erklärte Kerstin Gromes, Fraktionsvorsitzende der Grünen. »Mir ist bewusst, dass dies das Kernthema von Bündnis 90/Die Grünen ist, und für mich ist es deshalb folgerichtig, dass die Klimaschutzpolitik im Landkreis Gießen auch eine grüne Handschrift erhält«, sagte Neidel.

Im bisherigen Aufgaben-Zuschnitt, den Schneider vorgenommen hat, kümmert sich Zuckermann zwar um Themen wie Naturschutz, Wasser- und Bodenmanagement und Verkehr, den Klimaschutz aber verantwortet weiterhin die Landrätin.

Reibungslose Zusammenarbeit

Günther Semmler von der Kreistagsfraktion der Freien Wähler hebt die Bedeutung einer reibungslosen Zusammenarbeit zwischen Landrat und regierender Koalition hervor: »Unsere gemeinsam vereinbarten Ziele werden wir mit dem notwendigen Nachdruck vollständiger umsetzen können, wenn der politische Wechsel, den wir mit der neuen Koalitionsbildung im Kreistag eingeläutet haben, auch an der Kreisspitze vollzogen wird.«

Im ersten Wahlgang am 26. September hatte Schneider 42,4 Prozent der Stimmen geholt, Neidel erreicht mit 34,7 Prozent als Zweiter die Stichwahl. Die Grünen-Kandidatin Gromes schied als Dritte aus (22,8 Prozent). Da gleichzeitig Bundestag- und Bürgermeisterwahlen stattfanden, war die Wahlbeteiligung für eine Landratswahl extrem hoch. 71,2 Prozent der Wahlberechtigten stimmten ab. Zum Vergleich: 2015 waren es nur 30,4 Prozent. Und so richtet nun auch die Kreis-Koalition einen Appell an die Bürger: »Bitte gehen Sie am 24. Oktober wählen! Auch bei der Stichwahl ist Briefwahl möglich.«

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