Zugunglück

Tochter und Mutter tot: Weitere Einzelheiten zu Zugunglück im Kreis Gießen

Von Florian Dörr

Zwei Frauen überleben ein Zugunglück in Großen-Linden (Kreis Gießen) nicht. (Symbolbild)

Zugunglück im Kreis Gießen: Eine Frau stirbt in der Nacht zum Mittwoch (27. April) in Gießen-Linden. Beim Rettungsversuch kommt auch die Tochter ums Leben.

Update vom Mittwoch, 27. April, 14.51 Uhr: Die Polizei hat ihre Angaben zu dem tödlichen Zugunglück im Kreis Gießen präzisiert. Vor dem Unfall am Bahnhof Großen-Linden in der Nacht zum Mittwoch (27. April) soll demnach zunächst nur die Mutter versucht haben, die Gleise unrechtmäßig zu überqueren, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtete.

Die ältere Tochter sei dann bei dem Versuch, sie zu retten, ums Leben gekommen. Die 20-Jährige sowie ihre 55-jährige Mutter aus Kassel wurden von einem einfahrenden Zug erfasst und tödlich verletzt.

Laut Polizeiangaben traf eine Regionalbahn auf der Durchfahrt von Treysa in Richtung Frankfurt die beiden Frauen mit einer Geschwindigkeit von etwa 160 Kilometern pro Stunde. Zum genauen Unfallhergang ermittelt die Polizei derzeit weiter.

Mutter und Tochter sterben bei Zugunglück im Kreis Gießen

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Erstmeldung vom Mittwoch, 27. April: Gießen/Linden – Tragödie in der Nacht zum Mittwoch (27. April) im Kreis Gießen: Eine Mutter und ihre Tochter aus Kassel sind am Bahnhof Großen-Linden von einem Zug erfasst und tödlich verletzt worden. Nach bisherigen Informationen ereignete sich das Unglück gegen 22 Uhr.

Demnach wollten die 55 Jahre alte Frau, die offenbar eine Gehbehinderung hatte, und ihre 20-jährige Tochter am Bahnhof Großen-Linden (Kreis Gießen) einen Zug in Fahrtrichtung Kassel erreichen. Weil sie offenbar zu spät dran waren, gingen sie dabei - gemeinsam mit einer weiteren 19-jährigen Tochter - über die Gleise. Einen sich nähernden Regionalexpress in Richtung Frankfurt, der planmäßig nicht halten sollte, sahen sie jedoch nicht.

Kreis Gießen: Tödliches Zugunglück in Gießen-Linden

Die Mutter schaffte es nicht rechtzeitig aus dem Gleisbett. Ihre 20 Jahre alte Tochter eilte ihr zur Hilfe. Dabei wurden jedoch beide Frauen von der Bahn erfasst. Sie überlebten das Zugunglück nicht. Die 19-jährige Tochter blieb unverletzt und kam mit einem Schock ins Krankenhaus. Laut Polizei mussten auch zwei Personen im Zug aufgrund eines Schocks behandelt werden.

Frauen sterben bei Zugunglück im Kreis Gießen: Strecke zwischen Großen-Linden und Langgöns gesperrt

Der betreffende Streckenabschnitt zwischen Großen-Linden und Langgöns (Kreis Gießen) war beidseitig zwischen 21.50 Uhr und 1.10 Uhr für den Bahnverkehr in beide Richtungen gesperrt. Hierdurch kam es zu Beeinträchtigungen.

Die weiteren Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an. Zeugen werden gebeten, sich unter Tel.: (0641) 7006-6555 mit dem Kriminaldauerdienst der Polizei in Gießen in Verbindung zu setzen.(fd/dpa)

Das schreckliche Zugunglück von Großen-Linden erinnert an einen Vorfall am Bahnhof Gießen 2019. Damals wurde eine Frau überfahren beim Überqueren der Gleise überfahren.