Kreis bis 2035 klimaneutral

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Gießen (pm). Der Kreis Gießen soll bis zum Jahr 2035 klimaneutral sein. Danach soll im Landkreis nicht mehr klimaschädliches CO2 erzeugt werden, als auf natürlichem Weg aufgenommen werden kann. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die SPD-Kreistagsfraktion beantragt, in der nächsten Kreistagssitzung das bestehende Konzept »Masterplan 100% Klimaschutz« neu zu betrachten.

»Die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, kann nur gelingen, wenn der CO2-Ausstoß deutlich reduziert wird. Damit unser Landkreis weiterhin seinen Teil zum Klimaschutz beiträgt, brauchen wir die Klimaneutralität spätestens bis 2035«, begründet der Vorsitzende des Arbeitskreises Klimaschutz der SPD-Fraktion, Gerrit Gissel, den Antrag.

»Mit dem Masterplan hat der Landkreis schon jetzt ein wirksames Instrument für den Klimaschutz«, sagt Co-Fraktionsvorsitzende Sabine Scheele-Brenne.

Förderprogramme einbeziehen

Es sei sinnvoll, auf dieser Grundlage aufzubauen. Für den umfassenden Maßnahmenkatalog wurden neun Themenfelder, darunter Mobilität, Wärmeverbrauch, Bodenschutz und Gebäudebestand, analysiert und die Ergebnisse in über 200 Handlungsempfehlungen gefasst. Allerdings liege dem Masterplan die damalige Zielsetzung der Bundesregierung, Klimaneutralität bis 2050, zugrunde. »Wir wissen heute, dass dieses Ziel eher erreicht werden muss«, erklärt Sebastian Engel. So müssten neue technologische Möglichkeiten berücksichtigt werden.

Die SPD habe einen Prüfantrag gestellt, ob sich angesichts technologischer Weiterentwicklungen mehr Gebäude des Kreises als geplant, für den Betrieb von Fotovoltaikanlagen eignen. Auch neue Förderprogramme für den Klimaschutz sollen in den Masterplan einbezogen werden.

Die Überarbeitung und Anpassung des vorhandenen Konzepts sei »ein vernünftiger und Erfolg versprechender Weg«, so die Sozialdemokraten in ihrer Mitteilung.

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