Kontrolle behalten

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Gießen(pm). Michael Carl, Stadtbrandinspektor in Allendorf (Lumda) organisiert seit Jahren ein Fahrsicherheitstraining für Löschfahrzeuge, an dem Fahrzeugführer der Freiwilligen Feuerwehren aus dem ganzen Landkreis teilnehmen. Bei der jüngsten Fortbildung ging es nun um die Kommandowagen.

Zehn Führungskräfte der Feuerwehren waren mit ihren Fahrzeugen im ADAC-Fahrsicherheitszentrum in Gründau. Einsatzleiter seien zwar nahezu täglich mit den Fahrzeugen unterwegs, könnten bei Einsatzfahrten aber auch mal in brenzlige Situationen auf Landstraßen und Autobahnen kommen. "Es ist wichtig, dass wir die Kontrolle über den Kommandowagen haben, wenn es drauf ankommt", sagt Carl. Auf dem Trainingsplan stand unter anderem das Ausweichen in schwierigen Situationen, Notbremsungen auf glatter, nasser Fahrbahn und das Abfangen eines ausbrechenden Fahrzeugs.

Im Alltag so nicht möglich

Michael Carl zog ein positives Fazit. Die Teilnehmer hätten nicht nur ihr Fahrzeug im Detail besser kennengelernt und erfahren, wie es sich in Gefahrensituationen verhält. "Es war sehr wichtig, die Funktionen der Sicherheitssysteme live zu erleben, das kann man im Alltag so nicht testen."

Michael Klier, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands Gießen, sagte, das Training werde nicht nur für eine Feuerwehr oder eine Kommune organisiert, sondern erfolge als eine interkommunale Bedarfsabfrage. "Die Leiter der Feuerwehren machen ihre vielfältigen Aufgaben ehrenamtlich, meist neben einem Vollzeitjob und Familie. Da ist es wichtig, dass wir mit den Zeitressourcen sorgfältig umgehen und uns im Landkreis gegenseitig unterstützen." Er wünsche sich einen Ausbau dieser interkommunalen Projekte.

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