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Tim van Slobbe, der neue und alte Vorsitzende des Kreisausländerbeirates, und Stellvertreterin Melek Adigüzel.

Kontinuität im Kreisausländerbeirat

  • vonDagmar Hinterlang
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Gießen/Pohlheim (hin). Der Kreisausländerbeirat setzt auf Kontinuität. Tim van Slobbe ist bei der konstituierenden Sitzung am Dienstagabend in der Volkshalle in Watzenborn-Steinberg als Vorsitzender des Gremiums in geheimer Wahl wiedergewählt worden (18 Ja-Stimmen, eine Enthaltung). Als seine Stellvertreterin wurde Melek Adigüzel gekürt (17 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimme und 1 Enthaltung).

Zu Beginn der Sitzung gedachte der Beirat seines am Vortag unerwartet verstorbenen Mitglieds Boris Royak. Royak wurde 57 Jahre alt. Ein Trauerfall wie dieser rücke Dinge in eine andere Perspektive, sagte ein sichtlich bewegter van Slobbe.

In einem kurzen Resümee erinnerte der neue und alte Vorsitzende des Kreisausländerbeirats an die erfolgreiche Arbeit in den vergangenen fünf Jahren. Dies spiegele sich vor allem in der Beratung und Begleitung der Kreisorgane, sagte van Slobbe.

Erhebliche Widerstände

Gleichwohl gab es erhebliche Widerstände. Van Slobbe betonte, er habe Rassismus und Rechtsextremismus stets klar benannt und dafür Beleidigungen und Verleumdungen ertragen müssen. Heute allerdings wolle er nach vorne blicken.

Er freue sich, eine Reihe neuer Mitglieder innerhalb der aktuell vier Listen begrüßen zu können. Durch die Tatkraft junger und kompetenter Mitglieder werde das Gremium noch attraktiver werden, meinte van Slobbe.

Über den weitere Vorstand wurde en bloc abgestimmt. Mit einem Votum von 16 Ja-Stimmen, zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung setzt sich dieser wie folgt zusammen: Philipp Maarten van Slobbe und Muriel Lüdke Campos-García (beide Internationale Liste), Marcel Dossou (Liste für Vielfalt und Teilhabe), Maryam Mourad (Liste für Vielfalt und Integration) sowie Zeynep Adigüzel (Kurdistan Liste). Schriftführerin ist Marketa Roska.

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