Politische Entscheidung

Kommt das Jobticket für die Kreis-Mitarbeiter?

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Gießen (so). Wird es für die fast 1000 Mitarbeiter des Landkreises Gießen demnächst doch ein Jobticket geben? Womöglich schon ab 2020? Das wird im Rahmen der Haushaltsberatungen politisch entschieden. Rund 94 000 Euro würde die Einführung kosten. Aus den Reihen der SPD und der Grünen gibt es bereits deutlich positive Signale. Auch die Linke hat sich in der Vergangenheit schon dafür positioniert.

Die Idee dabei ist, den Menschen den Weg zur Arbeit mit öffentlichem Nahverkehr schmackhaft zu machen. Ob dies bei der Kreisverwaltung an den Rivers gelingt, muss man schauen.

Landrätin Anita Schneider berichtete dieser Tage im Infrastrukturausschuss, dass bei einer internen Abfrage 261 Mitarbeiter allgemeines Interesse bekundet hätten, also etwa ein Viertel aller Beschäftigten. Als nochmals verbindlich nachgefragt wurde, da kamen nur noch 107 positive Rückmeldungen. Das sind etwas mehr als zehn Prozent der Mitarbeiter.

Das stimmt Landrätin Anita Schneider eher skeptisch. Zumal die Kreisverwaltung am Gießener Riversplatz am Stadtrand autogerecht gelegen ist, aber die Anbindung an Bus und Bahn nicht als ausreichend erachtet wird. Darüber sind auch schon mehrfach Gespräche mit der Stadtverwaltung geführt wurden.

Hinzu kommt: Die Parkplätze an den Rivers stehen den Mitarbeitern bislang kostenlos zur Verfügung; das verleitet dazu, mit dem Auto zu kommen. Der Kreis zahlt dafür derweil einen kräftigen Mietzins für die Stellflächen.

Flankierend zum Jobticket und der Anfahrt mit Bus und Bahn müsste also an mehreren Stellen angesetzt werden: Nämlich bei der besseren Busanbindung des Riversplatzes und bei einer Bewirtschaftung der dortigen Parkplätze.

Das Signal der Landrätin an die Fraktionen: Bitte im Rahmen der kommenden Haushaltsberatungen entscheiden.

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