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Roland Jankowsky hat eine bunte Krimi- mischung mitgebracht.

Kommissar Overbeck übernimmt

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Hüttenberg (jow). Wilsberg - diesen Name kennt wohl jeder deutsche Krimifan. Die Fernsehserie lockt stets viele Zuschauer vor die Bildschirme. Nicht nur ihnen ist Schauspieler Roland Jankoswky, der in der Serie Kommissar Lars Overbeck verkörpert, ein Begriff. Als dieser nun im Rahmen des Krimifestivals nach Rechtenbach kam, wollten sich das über 300 Besucher nicht entgehen lassen.

Der "Kriminalist" zog das Publikum mit seinen Kurzgeschichten in den Bann. Dabei bestach er nicht nur durch Humor, sondern auch seine Art zu lesen. Seine Oerformance war nicht nur sympathisch und publikumsnah, auch wie er Gestik und Mimik einsetzte, um seine Texte zu inszenieren, war gekonnt.

Jankowsky hatte die Texte verschiedener anderer Autoren mitgebracht. In seiner ersten Geschichte ging es um "Das Dieter". Obwohl er immer das Gespött aller Leute war, hatte Dieter zahlreiche Gäste zu seiner Abschiedsparty eingeladen. Es war eine Geschichte vom Gefühl grenzenloser Macht, die sich nachher doch anders entwickelte, als gedacht.

Die Kurzgeschichte "Der Teich" von Martina Kempf berichtete von den Spannungen und Wirrungen, für die ein angelegter Teich in einer Nachbarschaft sorgt. In einer weiteren Geschichte mit dem Namen "Killeraufguss" thematisierte Jankowsky die Eigenarten und verschiedenen Charaktere von Saunabesuchern. Kurios war auch die Geschichte vom Einbruch in einem Dessous-Laden. Dabei staunte der Einbrecher nicht nur über die mangelhaften Schlösser, sondern machte in dem Geschäft auch eine weitere Entdeckung: Er traf auf eine rheinische Frohnatur, die mit ihm ganz andere Sachen im Sinn hatte. Am Ende musste der Hauptprotagonist in den Knast, aber nicht wegen Einbruchs: Die Karten wendeten sich im Laufe des Krimis gegen ihn. Die Polizei vermutete eine versuchte Vergewaltigung.

In allen Geschichten spürte man die Authentizität, mit denen Jankowsky die Figuren "lebte". Er litt mit ihnen und teilte auch manche Schadenfreude mit den Besuchern. Bernd Lischper nutzte die Begrüßung um die Arbeit der gastgebenden Kreuzbergfreunde vorzustellen. Der Gewinn aus der Veranstaltung soll einem guten Zweck zugeführt werden.

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