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Die jungen Helfer räumen unter anderem einen Kindergarten aus.

Keller von Schlamm und Unrat befreit

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Gießen (pm). Mitglieder der Jungen Union Gießen sind in zwei Kleinbussen ins Ahrtal gefahren, um tatkräftige Unterstützung bei den Wiederaufbauarbeiten nach dem schrecklichen Hochwasser leisten zu können. Vorher stimmte sich die Jugendorganisation mit Helfern vor Ort ab, um nicht unkoordiniert in die Region zu reisen und möglicherweise andere Helfer zu behindern.

So startete die Gruppe an einem vorher festgelegten Einsatzort.

Vor Ort stellten die jungen Helfer eine verheerende Lage mit unvorstellbaren Ausmaßen fest. Auch der JU-Kreisvorsitzende Florian Vornlocher, der schon viele Jahre als Feuerwehrmann aktiv ist, konnte seine Eindrücke nur schwer in Worte fassen: »Erst bei Ankunft im Hochwassergebiet wurde uns die Zerstörungsgewalt des Wassers richtig bewusst, der die Menschen im Ahrtal ausgesetzt waren. Uns begegneten vollkommen zerstörte Dörfer, nicht bewohnbare Häuser und vor allem großes Leid bei den Einheimischen.«

Beeindruckt zeigten sich die jungen Menschen von der riesigen Solidarität in den betroffenen Gebieten. So arbeiteten sie mit Helferinnen und Helfern aus den unterschiedlichsten Regionen Deutschlands Hand in Hand und wurden von Nachbarn mit Kaffee und Kuchen versorgt. Gleichzeitig stellten Hubschrauber aus der Luft die Grundversorgung der Bevölkerung sicher. Nachdem die Gruppe an ihrem Startpunkt ein Haus von Schlamm und Unrat befreit sowie die Böden in Keller- und Erdgeschoss entfernt hatte, konnte sie nach Absprache mit örtlichen Einsatzkräften noch beim Ausräumen eines Kindergartens helfen.

Für Vornlocher stellte die Hilfsaktion eine Selbstverständlichkeit dar: »Vor allem in schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass die Gesellschaft zusammensteht und Solidarität zeigt. Daher freue ich mich besonders über die große Einsatzbereitschaft derer, die bei der kurzfristigen Hilfsaktion sofort zugesagt haben.«

Unterstützt wurden die jungen Helfer von der Ludwig Frey GmbH aus Lollar, die die Helferinnen und Helfer mit reichlich Arbeitsausrüstung versorgte, sowie dem Autohaus Michel.

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