Keiner bleibt unversorgt

  • Rüdiger Soßdorf
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Gießen(so). 1000 iPads und 770 Laptops hat der Landkreis Gießen im Frühsommer gekauft, um Schülern das Lernen und Arbeiten zu Hause zu ermöglichen. Denn im März, April, Mai und Juni wurde Unterricht coronabedingt in Videokonferenzen und Chat-Gruppen verlegt, fand über Plattformen wie IServ statt.

Sollte es also in den kommenden Wochen oder Monaten erneut nötig werden, Klassen nach Hause zu schicken oder gar ganze Schulen zu schließen, so ist man dafür vorbereitet, allen die Teilhabe am "E-Schooling" zu ermöglichen. Das erläuterte Schuldezernentin Dr. Christiane Schmahl (Grüne) auf Anfrage der CDU im Schulausschuss des Kreistags.

Die Kreisverwaltung hatte nach den Osterferien bei allen Schulen abgefragt, wie groß der Bedarf sei. Konkret: Wie viele Schüler zu Hause nicht über einen Rechner verfügen oder als Online-Zugang einzig ihr Handy haben. Das waren punktuell bis zu 20 Prozent. Auf Grundlage der Rückmeldungen wurden die iPads und Laptops geordert, mit Software bespielt und ab Ende Juni den Schülern zur Verfügung gestellt. Die Verteilung erfolgte über die Schulen; mit den Eltern sind Ausleihverträge abgeschlossen worden.

"Ganz viele Geräte sind raus, aber es sind noch nicht alle abgeholt worden", so Schmahl. Der Landkreis verfüge also noch über eine Reserve, müsse im Moment keine weiteren Endgeräte ordern. Zudem hat die Kreisverwaltung eine Kraft eingestellt, die die iPads und Laptops in Ordnung hält. Dafür gab es Fördergeld von der Landesregierung. Auch der Kauf der Geräte konnte leichter gestemmt werden durch 1,1 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel just dafür.

Das Thema hatte im Juni auf der kreispolitischen Bühne für Wirbel gesorgt. Die Opposition hatte beklagt, der Kreis als Schulträger habe nicht schnell genug gehandelt.

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