Auf der A 485

Keine Rettungsgasse: Fahrer zeigt sich selbst an

Gießen(AFP/bf). Ein reuiger Autofahrer hat sich wegen Nichtbeachtens einer Rettungsgasse auf der Autobahn selbst bei der Polizei angezeigt. In einem Brief an die Autobahnpolizei Mittelhessen gab der Mann nach Angaben der Ordnungshüter zu, dass er die von anderen Fahrern bereits gebildete Rettungsgasse zu spät bemerkt habe. Der Mann war auf der A 485 unterwegs, die vom Gießener Nordkreuz bis nach Langgöns reicht.

Die Situation falsch einschätzend, fuhr er demnach etwa zehn Meter durch die Rettungsgasse, bevor er auf sein Missgeschick aufmerksam wurde. Erst nach einigen weiteren Metern gelang es dem Fahrer, sich wieder seitlich einzuordnen und die Rettungsgasse freizumachen. Der Mann erklärte zugleich schriftlich die Bereitschaft, für sein Versäumnis auch ein Bußgeld zu bezahlen.

Er habe kein Rettungs- oder Polizeifahrzeug behindert, schrieb der Mann weiter. Er könne sich aber denken, dass sich andere Verkehrsteilnehmer möglicherweise über sein Verhalten geärgert hätten.

Die Polizei zeigte sich erfreut über den Brief und bescheinigte dem Fahrer ein "selbstreflektiertes Verhalten". Den Brief leiten die Beamten an die Bußgeldstelle weiter - ihr alleine obliege die Entscheidung über ein mögliches Bußgeld, hieß es. Ob den Mann die vielen Kontrollen der Autobahnpolizei, ein schlechtes Gewissen oder einfach seine Rechtschaffenheit zum Schreiben des Briefes brachten, sei nicht bekannt.

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