Eigenbedarf: Die nach dem Abriss der Dienstwohnungen entstandene Freifläche benötigt die Straßenmeisterei Grünberg selbst, um Fahrzeuge, Geräte und Material unterzubringen. FOTO: TB
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Eigenbedarf: Die nach dem Abriss der Dienstwohnungen entstandene Freifläche benötigt die Straßenmeisterei Grünberg selbst, um Fahrzeuge, Geräte und Material unterzubringen. FOTO: TB

Kein "Zugriff" für Grünberg

  • Thomas Brückner
    vonThomas Brückner
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Grünberg(tb). Eine große Freifläche tut sich seit einiger Zeit schon in Grünbergs Schulstraße auf. Ehedem befanden sich hier Dienstwohnungen für Beschäftigte der Straßenmeisterei. Der Abriss der Gebäude aus den 60ern ließ in Kreisen der Stadtväter Überlegungen aufkeimen, Grünbergs Bau- und Servicehof - seit Langem unter Platznot leidend - hierher zu verlagern. Dies, sofern der Rückbau nur der Auftakt für eine Verlagerung der Straßenmeisterei sein würde.

Dem freilich ist nicht so, wie Sonja Lecher, Pressesprecherin von Hessen Mobil klarstellt. Wie sie auf Anfrage dieser Zeitung erläuterte, habe die Fachabteilung die Wirtschaftlichkeit einer Gebäudesanierung mit dem Zugewinn an nutzbarer Fläche abgewogen. Das Ergebnis war eindeutig: "Der Rückbau war sinnvoller."

Anmietung gegen Platznot

Lecher ließ im Übrigen keinen Zweifel am Bedarf: Die Straßenmeisterei Grünberg benötige dringend weitere Unterstellmöglichkeiten, um so den Fahrzeug- und Gerätebestand als auch Werkzeuge und Materialien geschützt lagern zu können. In diese Richtung gingen denn auch die Planungen. Wie genau die Freifläche genutzt werde, das allerdings steht noch nicht abschließend fest: "Derzeit laufen noch die Planungen mit dem Landes- betrieb Bau und Immobilien Hessen."

Von einem Auszug der Straßenmeister aus der Schul- beziehungsweise Gießener Straße kann demnach keine Rede sein. Ohnedies hat das Land erst vor sieben Jahren eine höhere sechsstellige Summe in ein neues Salzlager investiert. Das Gebäude fasst immerhin 1800 Tonnen des Streumittels, mit dem die Beschäftigten des Nachts insgesamt 340 Kilometer an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen schnee- und eisfrei halten. Das Einsatzgebiet umfasst den östlichen Teil des Landkreises, von Rabenau im Norden bis nach Lich im Süden. Den Rest übernehmen die Kollegen der Straßenmeisterei Alten-Buseck.

Die meiste Zeit freilich können Schneeschilder und Streuautomaten auf dem Hof bleiben, kümmern sich die Beschäftigten bei Plusgraden darum, dass die Straßen einen verkehrssicheren Zustand aufweisen. Kleinere Reparaturen werden dabei sofort erledigt oder von Vertragsunternehmen erledigt.

Dass sich besagtes "Platzproblem" der städtischen Bauhofs im Äschersweg zumindest entschärft hat, merkte Bürgermeister Frank Ide an: Nach dem Umzug der Malerei Hahn ins Industriegebiet ergriff die Verwaltung die Gelegenheit und mietete das benachbarte Betriebsgelände an. Und auch der Rathauschef hat bei Hessen Mobil nachgefragt: "Wie dort verlautet wurde, ist der Standort Grünberg der Straßenmeisterei sicher."

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