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Die Projektbeteiligten beim symbolischen Spatenstich. Die Baustraße soll auf Höhe des Grünstreifens verlaufen, links daneben die Gewerbefläche.

»Kein Stress« bei Vermarktung

  • Jonas Wissner
    VonJonas Wissner
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Die Gemeinde Buseck lässt nun einen Teil des Kiesackers erneuern und das Gewerbegebiet Flößerweg weiter erschließen. Wer sich dort ansiedeln wird, ist laut Bürgermeister aber noch unklar.

Das Gewerbegebiet Flößerweg (Alten-Buseck) wächst nach Norden hin. Die Gemeinde hat eine etwa sechs Hektar große Fläche erworben, am Dienstag erfolgte der Spatenstich für die Erschließung des Areals. Wie die Projektbeteiligten bei dem Ortstermin erläuterten, wird als Verlängerung des Kiesackers eine Planstraße gebaut, um das Areal darüber zu erschließen. Über die Breite dieser »Planstraße A« hatte der Bauausschuss ausführlich diskutiert. Wie breit sie nach der Erschließung als dauerhafte Zufahrt angelegt werden soll, steht laut dem Busecker Bauamtsleiter Michael Thelen noch nicht endgültig fest. Am Ende dieser noch zu errichtenden Straße werde am kreuzenden Weg (Holzpfad) dann auch ein Radweg zwischen Alten-Buseck und Hangelstein gebaut, erläuterte Bürgermeister Dirk Haas.

Bestandteil der Maßnahme ist außerdem der Bau von Löschwasserzisternen und ein Ringschluss im Bereich der Wasserversorgung. Ferner wird im Zuge dessen der Kiesacker bis zur Einmündung in die Baustraße über wiederkehrende Straßenbeiträge grundhaft erneuert. Mit der Umsetzung der Erschließung ist die Firma Baustra (Wilnsdorf) beauftragt, die Auftragssumme beläuft sich laut Verwaltung auf insgesamt 1,26 Millionen Euro. »Das Angebot war im Rahmen unserer Erwartungen«, sagte Haas vor Ort, generell sei im Baugewerbe derzeit ein enormer Preisanstieg zu verzeichnen. Man habe, so Haas, allerdings unterm Strich »gute Konditionen erreicht«, auch wegen der gemeinsamen Ausschreibung verschiedener Maßnahmen in dem Areal. Mit der Planung wurde das Büro Zick-Hessler (Wettenberg) betraut. Die Bauzeit soll rund zwölf Monate betragen.

Welche und wie viele Unternehmen sich auf dem nun zu erschließenden Areal ansiedeln werden und wie der Grundstückszuschnitt am Ende aussehen wird, steht laut Bürgermeister noch nicht fest. »Die Nachfrage von Investoren, die bauen möchten, ist da. Wir haben eine ganze Menge Anfragen«, sagte Haas. Aktuell gebe es gut zehn Interessenten, vor allem aus den Bereichen Großhandel und produzierendes Gewerbe. Drei der Interessenten hätten größeren Flächenbedarf. »Wir werden abklären, was hierher passt. Bei der Vermarktung der Grundstücke haben wir keinen Stress, da haben wir die Ruhe. Es geht nicht darum, möglichst schnell zu verkaufen, sondern um nachhaltige Entwicklung«, so Haas weiter. Ziel sei eine Mischung aus »Handwerksbetrieben und größeren Unternehmen«.

Insgesamt sei er mit der Entwicklung des Gewerbegebiets zufrieden, äußerte sich Haas und verwies auf zwei »Neuzugänge«: die Firma Hydroflex, die Hygieneprodukte für »Reinräume« fertigt und laut Haas die Produktion in Alten-Buseck in den nächsten Tagen beginnen wird, sowie Gitarren-Hersteller Lakewood, der eine Produktion im Gewerbegebiet ab September plane.

Probleme im Hinblick auf den Naturschutz habe es im Zuge der Planung nicht gegeben, das zu erschließende Areal sei zuvor intensiv landwirtschaftlich genutzt worden. Bei den Bodenuntersuchungen sei »alles im grünen Bereich« gewesen, so Haas. Auch Kampfmittel seien nicht gefunden worden.

Abhängig von den Bedarfen der Investoren werde die Straße nördlich der Fläche noch erschlossen, wenn die Vermarktung abgeschlossen ist. Dann werde auch die Entscheidung über die Ausgestaltung eines Wendehammers getroffen. Der gültige Flächennutzungsplan ließe dem Bürgermeister zufolge auch eine darüber hinausgehende Erweiterung oberhalb zu, doch zurzeit gebe es keine Bestrebungen, dies umzusetzen.

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