Zwei Biker auf rasanter Fahrt kurz hinter Laubach: Abstand halten, wegen der Corona-Pandemie auch neben der Fahrbahn, lautet die Devise. FOTO: TB
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Zwei Biker auf rasanter Fahrt kurz hinter Laubach: Abstand halten, wegen der Corona-Pandemie auch neben der Fahrbahn, lautet die Devise. FOTO: TB

Kein einziges Knöllchen

  • Thomas Brückner
    vonThomas Brückner
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Laubach(tb). Petrus meinte es diesmal gut mit den Bikern: Mit trockenem, warmem Frühlingswetter bescherte er ihnen einen idealen Saisonauftakt 2020. Da war der sprunghafte Anstieg der Zweiraddichte auf Deutschlands Straßen kein Wunder. Erst recht die bundesweit berühmt-berüchtigte B 276 zwischen Laubach und Schotten versprühte an den ersten beiden Aprilwochenenden einen Hauch von Nürburgring. Apropos Hauch: Auf dass die Biker die erlassenen Verordnungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie befolgen, kontrollierte die Polizei verstärkt. Gerade an Ostern.

Was die Verhaltensregeln angeht, so fällt die Bilanz positiv aus. Laut Jörg Reinemer, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Mittelhessen, hätten seine Kollegen kein einziges Mal ein Bußgeld verhängen müssen. Freilich geht es hier nicht um die sprichwörtlichen "Peanuts": 200 Euro wären fällig, würden etwa drei Personen beim "Benzingespräch" ohne Einhaltung des Mindestabstands von anderthalb Metern erwischt.

"Ansprachen der Fahrer haben gereicht", fasst Reinemer die Berichte der Kollegen zusammen. Die hatten vor allem an den bekannten Biker-Treffs Präsenz gezeigt. Vor allem zu nennen sind da die Rastplätze unweit der "Applauskurve", am Falltorhaus oder die teilweise gesperrte Fläche am ehemaligen "Jägerhaus".

Mag sein, dass auch die Appelle und Hinweise der Behörden im Vorfeld gefruchtet haben. Darunter jener, dass viele Polizei-Motorräder über Videotechnik verfügen, mit der zum Beispiel Geschwindigkeitsverstöße beweis- und gerichtsfest aufgezeichnet werden.

Insgesamt war Reinemer zufolge das Zweirad-Aufkommen auf der B 276 an Ostern "überschaubar". In der Regel seien die Biker allein oder zu zweit unterwegs gewesen. Anders als an anderen Wochenenden gab es kaum Gruppenausflüge - "social distancing" also auf und neben der Fahrbahn.

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