Kein Anlass für Beanstandungen

  • Thomas Brückner
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Rabenau(tb). Als vorläufig letzter Akt des Bürgerentscheids hat der Wahlausschuss der Gemeinde Rabenau gestern die Gültigkeit der Abstimmung festgestellt. Mithin bleibt es bei der klaren Mehrheit für einen Neubau des Gerätehauses Geilshausen. Von den abgegebenen 1385 Stimmen - eine Wahlbeteiligung von bescheidenen 33,4 Prozent - entfielen 76,2 Prozent auf diese Alternative. Entsprechend folgten nur 23,8 Prozent den Initiatoren des Entscheids und sprachen sich für die Aufhebung des Neubaubeschlusses der Gemeindevertretung aus 2018 und einen An- und Umbau aus. Einziger Wermutstropfen: Auch die 1031 Stimmen für den Neubau reichten nicht, um dem Bürgerentscheid eine "bindende Wirkung" zu verleihen. Um das dafür vom Gesetzgeber verlangte Quorum von 25 Prozent der Wahlberechtigten zu erfüllen, hätte es gerade mal sieben Stimmen mehr bedurft. Also muss, vermutlich Ende März, das Gemeindeparlament seinen eigenen Neubaubeschluss bestätigen - nur eine Formsache.

"In etwa zwei Jahren", hofft Gemeindebrandinspektor Markus Göbel, "könnte der Umzug anstehen". Das wären dann gut sechs Jahre, nachdem er erstmals für den Neubau plädiert hatte. Damals hatte der Technische Prüfdienst dem alten Gerätehaus am Sportplatz Geilshausen gleich drei Rote Karten gezeigt. Die Mängel in Kürze: zu klein, hoher Sanierungsbedarf, kein Übungshof und kaum Parkplätze.

Unterdessen hat der Kreisfeuerwehrverband das Ergebnis begrüßt. Die Gemeindevertretung habe somit einen klaren Auftrag erhalten. Deren Neubaubeschluss habe man bereits im Vorfeld ausdrücklich befürwortet. Würden doch so die vielfältigen negativen Folgen eines Um- und Anbaus am Altstandort abgewendet. Mit dem Bau an neuer Stelle (Ortsausgang Richtung Londorf, die Red.) werde die Einhaltung der Hilfsfrist gesichert, sodass den Bürgern von Odenhausen und Geilshausen wie auch jenen von Kesselbach und Londorf schnellstmöglich Hilfe gewährt werden könne. Fazit des Verbandes: "Die große Mehrheit hat ihrer Gemeindevertretung und allen Fachleuten vertraut und richtigerweise für den Neubau votiert."

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