Kay-Achim Becker neuer Kreishandwerksmeister

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Kay-Achim Becker, Bauingenieur und Bauunternehmer aus Beuern, ist neuer Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft (KH) Gießen. Der in geheimer Wahl einstimmig berufene 46 Jahre alte verheiratete Vater zweier Kinder ist Obermeister der Innung des Bauhandwerks Gießen und war bisher Mitglied im Vorstand der Kreishandwerkerschaft. Nun löst er Walter Kwartnik aus Kesselbach in der Funktion des obersten Handwerkers in Stadt und Kreis Gießen ab. Kwartnik, 67 Jahre alter selbstständiger Bäcker- und Konditormeister, war von 2000 bis 2006 stellvertretender Kreishandwerksmeister und dann 13 Jahre lang Kreishandwerksmeister: "Es war mir eine große Ehre, dieses Amt innehaben und ausfüllen zu dürfen."

Kay-Achim Becker, Bauingenieur und Bauunternehmer aus Beuern, ist neuer Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft (KH) Gießen. Der in geheimer Wahl einstimmig berufene 46 Jahre alte verheiratete Vater zweier Kinder ist Obermeister der Innung des Bauhandwerks Gießen und war bisher Mitglied im Vorstand der Kreishandwerkerschaft. Nun löst er Walter Kwartnik aus Kesselbach in der Funktion des obersten Handwerkers in Stadt und Kreis Gießen ab. Kwartnik, 67 Jahre alter selbstständiger Bäcker- und Konditormeister, war von 2000 bis 2006 stellvertretender Kreishandwerksmeister und dann 13 Jahre lang Kreishandwerksmeister: "Es war mir eine große Ehre, dieses Amt innehaben und ausfüllen zu dürfen."

Kwartnik aber geht mit seiner Erfahrung – so führt er seit 1997 und weiterhin als Obermeister die Bäckerinnung Gießen – dem heimischen Handwerk nicht verloren, sondern tritt aus dem ersten in das zweite Glied zurück, denn er wurde bei der Obermeisterversammlung im Bürgerhaus Kleinlinden einstimmig zu einem der beiden stellvertretenden Obermeister gewählt. Kwartnik übernimmt damit die Stelle des Bauingenieurs Klaus Freitag, der aus Altersgründen nicht kandidierte. Weiterer Stellvertreter ist Maler- und Lackierermeister Hartmut Gall aus Langd, der damit in seine vierte Amtszeit von je fünf Jahren geht.

Komplettiert wird die Leitung der Kreishandwerkerschaft von vier weiteren Vorstandmitgliedern: Sascha Reitz (Gießen), Obermeister der Innung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Reiner Hühne (Gießen), Obermeister der Innung für Elektro- und Informationstechnik, Christopher Rinn (Heuchelheim), Obermeister der Zimmererinnung, und Carsten Müller (Lich), Obermeister der Innung Oberhessen des Kraftfahrzeuggewerbes.

Wachstum vorhergesagt

In seinem Geschäftsbericht sprach Walter Kwartnik die fortschreitende Digitalisierung an, die zunehmend auch im Bereich des Handwerks Einzug halte und Abläufe beeinflusse. Die Dieselaffäre mit möglichen Fahrverboten als Folge, von denen das überwiegend mit Dieselfahrzeugen arbeitende Handwerk besonders betroffen wäre. Das Problem des Fachkräftemangels und der Nachwuchsausbildung, die gerade im Handwerk eng zusammenhängen und dessen Lösung für die Zukunft des Handwerks als "Wirtschaftsmacht von nebenan" entscheidend sein werde. Und schließlich die Sicherung und Stärkung der Meisterqualifikation im Handwerk.

Mittlerweile haben laut Kwartnik große Teile der Politik in Land und Bund erkannt, dass die Abschaffung der Meisterpflicht in 49 Handwerksbereichen im Jahr 2004 ein großer Fehler war. In einigen dieser Gewerke stehen daher die Zeichen auf Wiedereinführung gut. Die von den Handwerksorganisationen vorhergesagten negativen Folgen sind laut Kwartnik eingetreten: Verlust von Qualität und Vertrauen in das Handwerk und ein Verlust von Ausbildungsplätzen, was den heute beklagten Fachkräftemangel mit gefördert habe. Dem Handwerk insgesamt gehe es gut. 2018 steht laut Walter Kwartnik ein Wachstum von fast fünf Prozent zu Buche, für 2019 ist ein Plus von etwa vier Prozent vorhergesagt. (Foto: sel)

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