+
Nur einer der Standorte für einen Wohnmobilstellplatz in Laubach, die einer weiteren Prüfung unterzogen werden: die "Helle".

Kaum Bewegung in Wohnmobilfrage

  • schließen

Laubach (tb). Auch wenn es um einen Stellplatz für Wohnmobile geht: So richtig voran geht es mit der Entscheidungsfindung nicht. Gemäß Empfehlung des am Dienstagabend tagenden Haupt- und Bauausschusses wird Laubachs Verwaltung zunächst weitere Standorte prüfen. Dies allerdings mit einer neuen Prämisse: Der Rastplatz, ausgestattet mit Strom- und Wasseranschluss sowie einer Vorrichtung zur Abwasserentsorgung, soll sich in Innenstadtnähe befinden.

Damit fällt die zuletzt vom Magistrat favorisierte Variante - Standort am und Betrieb in Regie des Campingplatzes - flach. Ebenso wie die zuvor in Rede stehende Rampe am ehemaligen Bahnhof; weil zu klein, ist diese jüngst bei der Begehung mit dem Vertreter eines Fachunternehmens durchs Raster gefallen. Bleibt also das Ergebnis der neuerlichen Standortsuche abzuwarten.

Veranlasst wurden Diskussion und Beschlussempfehlung des Fachausschusses der Stadtverordnetenversammlung durch einen SPD-Antrag, datiert auf den 9. Mai 2019. Auf diesem Wege hatten die Genossen verhindern wollen, dass der Bahnhof zum Zuge kommt und der Platz privat betrieben wird. Letzteres auch mit Blick auf umliegende Gemeinden.

"Froschloch" zu weit entfernt

Wohnmobilstellplätze gibt es etwa in Lich (am Bürgerpark), in Grünberg (Nähe Gallushalle) und Inheiden (Parkplatz "Seegebiet"). Allesamt kommunale Einrichtungen, ist zumindest die Übernachtung kostenlos. Für Strom werden meist 50 Cent je Kilowattstunde erhoben, ähnliche Beträge sind für die Abwasserentsorgung fällig. Als Standort in Laubach schlägt die SPD, da ruhig und zentral gelegen, den Festplatz "Auf der Helle" vor. Der Festplatz sei groß genug, benötigte Anschlüsse (Kanal, Wasser, Strom) seien bereits vorhanden und Touristen erreichten von dort in Kürze die Altstadt. Der Campingplatz "Am Froschloch" sei nicht nur zu weit weg, sondern auch zu teuer; Wohnmobilisten würden dann eher nach Grünberg, Lich oder Hungen fahren.

In der weiteren Beratung wurden weitere Standortpräferenzen deutlich, Michael Köhler (Grüne) etwa schlug den Parkplatz am Schwimmbad vor. Am Ende stand erwähnte mehrheitliche Beschlussempfehlung ans Plenum, wonach zunächst weitere Flächen geprüft werden, allerdings nur solche in Innenstadtnähe und ohne Priorisierung der Helle.

Ein Teilerfolg für die SPD, deren zur Resolution gewandelter Antrag "Keine Erhöhung der Grundsteuer B - wofür auch immer!" dagegen mehrheitlich abgelehnt wurde.

Das könnte Sie auch interessieren