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Die Katze, die Strahlen und der Aluhut

  • Rüdiger Soßdorf
    vonRüdiger Soßdorf
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Schläft Ihr Hund auch so schlecht? Und will die Katze des Nachts lieber nach draußen, anstatt in ihr kuscheliges Körbchen zu gehen?

Dann liegt’s vielleicht am Elektrosmog. Weil der Fernseher immer im Standby summt, Handy und Tablet nie runtergefahren werden und das WLAN im Haus jede Ecke erreicht. Wie? Sie glauben nicht, dass ihre Fellnasen darunter leiden können? Sind doch auch nur Menschen…

Vielleicht sollten Sie es einfach mal ausprobieren: Ein pfiffiger Versandhandel hat dieser Tage Kataloge in der Republik verteilt, in denen neben vielerlei anderem Nützlichen der "stress- und strahlungsfreie Rückzugsort für Hund und Katze" angepriesen wird. Ein Körbchen in Kuppelform, das von einem Schneckenhaus inspiriert ist. Das engmaschige Metallgeflecht soll wie ein Faradayscher Käfig vor Strahlen schützen. Die strahlungsmindernde Wirkung ist laut Anbieter im Fachbereich Physik der Uni Würzburg überprüft worden. Der Strahlenschutz für die Katze kostet 399 Euro.

Geradezu ein Schnäppchen ist derweil die vom gleichen Händler offerierte Einziehdecke für Herrchens und Frauchens Bett, die ebenfalls hochfrequente Funkstrahlung fernhalten und ruhigen Schlaf gewährleisten soll. Kostet im Zweierset keine 200 Euro.

Aber bevor jetzt jemand auf die Idee kommt, Hund und Katze mit ins Bett schlüpfen zu lassen, gäbe es noch den guten alten Aluhut. Ganz schnell selbst gebastelt.so/FOTO:PAD

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