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Die Kartoffelernte in Rüddingshausen und die Erinnerung an "Das Schweigen der Lämmer"

  • vonred Redaktion
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Blau-gelb gemustert und fingerdick - bei dieser wahrhaft prächtigen Raupe (kl. Foto) muss es sich um einen "Mega-Fund" handeln! Mit dieser Einschätzung lagen die jungen und alten Erntehelfer genau richtig, als sie vor Wochenfrist auf einem Acker bei Rüddingshausen inmitten der eben ausgemachten Kartoffeln auf die Raupe des Totenkopfschwärmers stießen. Hierzulande ist eine solche Raupe eine ebenso große Rarität wie der daraus entstehende Schmetterling.

Hauptverbreitungsgebiet des Insekts sind die Tropen Afrikas; aber auch im Süden Europas hat man ihn schon gesichtet. Die Bu-seckerin Tanja Thiele erinnert sich gut an den großen Augenblick, als sie bei Rüddingshausen auf dem Kartoffelacker von Großvater Karl Feldbusch (89 Jahre) mitsamt dessen Urenkeln Elisa (9), Matz, Ida (beide 6), Marie (3) und Janik (4) fündig wurde: "Wir waren alle fasziniert! Wir haben direkt auf dem Acker Google zu Hilfe geholt. Als Audio haben wir (typisch hessisch) ›Raupe gelb, grün, blau mit ›Duppe‹ gesprochen (...). Es wurde spannend, als es hieß, dass es der bekannte Schmetterling aus dem Kinofilm ›Das Schweigen der Lämmer‹ sei." In dem Blockbuster wurden Puppen des "Acherontia atropos" von einem Serienmörder im Mund seiner Opfer platziert. Die Rüddingshäuser Raupe aber wurde vorsichtig in eine Wiese gesetzt - vielleicht sieht man dort bald einen auffälligen Schmetterling...bf/FOTO: BF

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