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Kanon per Videochat im zuvor stillen Kämmerlein

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Der Gesangverein Ruttershausen geht mit seinem Chorleiter Anselm Richter neue Wege, auch in Zeiten von Corona. Da reguläre Singstunden derzeit wegen der Pandemie nicht möglich sind, wird improvisiert und einfach in der WhatsApp-Gruppe der Chormitglieder fleißig geprobt.

Pünktlich jeden Donnerstag um 20 Uhr verschickt der Chorleiter die neuen Aufgaben und vor allem Lieder an die Mitglieder. Richter sitzt dabei am Klavier, begleitet so die Stücke und singt die Lieder bisweilen gar mehrstimmig ein. Dafür intoniert er die einzelnen Stimmen, nimmt sie auf und führt sie schließlich am Computer elektronisch zusammen. Dem Chor kommt dabei zugute, dass Richter ein gelernter Stimmbildner ist und seit jeher sehr großen Wert auf interessante Übungen zum Einsingen legt.

Der Chorleiter verschickt auch Übungen, die jeder einfach zu Hause und alleine anstimmen kann. Diese Einsingübungen lassen sich mit Videounterstützung problemlos eigenständig durchführen. Die Mitglieder starten das jeweilige Video - und singen dann mit. So erklingt zu Hause im zuvor stillen Kämmerlein plötzlich so mancher Kanon.

Jeder kann somit für sich zu Hause üben und zwar nicht nur donnerstags um Punkt 20 Uhr, sondern jederzeit. Meisterleistungen im Chorgesang können dabei freilich nicht vollbracht werden, aber gegen das Einrosten der Stimme hilft es allemal. Außerdem stärkt es in Zeiten von weitgehenden Kontaktverboten und des Abstandhaltens das Wir-Gefühl.pm/Screenshot: pm

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