"Junge Wilde" übernehmen das Ruder

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Laubach(pm). Bei Laubachs Freien Wählern herrscht Aufbruchstimmung: Bei der Jahreshauptversammlung wählte man nicht nur einen neuen Vorstand, es gab auch einen Generationswechsel an der Spitze von Laubachs stärkster kommunalpolitischer Kraft. Wie es in der Pressemitteilung weiter heißt, freute man sich auch über viele neue Mitglieder, die sich bei der Wahl im März an treten wollen.

Zunächst verabschiedete sich Artur Niesner als Vorsitzender mit seinem Team. Gesundheitliche Gründe hatten ihn dazu bewogen. Er freue sich aber, eine positive Bilanz der Arbeit der letzten Jahre ziehen zu können. In der Zeit seiner Mitverantwortung häten die Freien Wähler zusammen mit Bürgermeister Klug und wechselnden Partnern wichtige Entscheidungen für Laubach getroffen.

Schnellbus nach Laubach im Test

Stichworte waren hier Entschuldung, Radwegebau, Rettung Mutter-Kind-Kurhaus, Aufbau und Unterstützung der der Dorfschmiede, Bau des Gerätehauses, Abschaffung von Stellplatzsatzung und Straßenbeiträgen, Beschlüsse zum Singalumnat, Antragsrechte und höhere Budgets für Ortsbeiräte. Das Ergebnis der Neuwahlen: Vorsitzender ist nun Lutz Nagorr (30), sein Vertreter Marc Wittek. Weiter im Vorstand sind als Rechner Dr. Diego Semmler und das Neumitglied Ayhan Gevsek als Schriftführer. Im erweiterten Vorstand arbeiten Hans-Jürgen Seip (Medien) und Josef Neuhäuser (Veranstaltungen) mit. Neue Kassenprüfer sind die Neumitglieder Tilman Schüßler und Jochen Bantz.

Nagorr zeigte sich sicher, dass die "jungen Wilden" im Vorstand mit den erfahrenen Kollegen eine erfolgreiche Mischung bildeten. Er zitierte Wittek mit dessen Wunsch, in Laubachs Politik "Gräben zuzuschütten", um vertrauensvoll und gemeinsam in der Sache voranzukommen.

Ayhan Gevsek, Vorsitzender des Moscheevereins, erklärte, er wolle sich in der Kommunalpolitik gern als Brückenbauer zwischen den Kulturen engagieren. Als weitere Neumitglieder begrüßt wurden Hans-Georg Krug (Freienseen) und Tilman Schüßler (Wetterfeld), mit denen man nun auf rund 200 Unterstützer kommt.

Fraktionsvorsitzender Häbel formulierte den Wunsch nach mehr Sachlichkeit. Seine Vision ist, dass sich in der neuen Legislatur alle politischen Kräfte mehr am Lebensraum der Menschen orientieren als an Machtfragen. "Die Wirtschaft fordert immer mehr und schnellere Geschwindigkeiten, aber der Mensch braucht Wurzeln dort, wo er daheim ist. Dafür muss Kommunalpolitik gute Rahmenbedingungen schaffen." Günther Semmler und Anne Sussmann berichteten aus der Kreistagsarbeit, darunter von dem durch die FW mit Unterstützung der Landrätin endlich durchgesetzten Schnellbus Laubach-Gießen. Diesen werde es demnächst für eine halbjährige Testphase geben. Bürgermeister Peter Klug ging auf die Wohnungsbauprojekte "Singalumnat" und Schottener Straße ein. Letzteres ist ein Sozialwohnungsbau, der dank Umplanung jetzt schneller realisiert werden könne. Nagorr verwies am Ende noch auf eine Diskussionsveranstaltungen mit den Bürgermeister-Kandidaten Meyer und Ruppel - einzeln und nacheinander - am 14. Oktober an.

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