Junge Union kritisiert Corona-Demos

  • vonred Redaktion
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Gießen(pm). Die Junge Union im Ostkreis Gießen verurteilt Demonstrationen gegen Corona-Regelungen wie am vergangenen Wochenende in Berlin "aufs Schärfste".

Aktuell steigende Fallzahlen seien darauf zurückzuführen, dass einige Bürger bei der Befolgung der Hygieneregeln nachlässig werden, sagt der Vorsitzende Julian Sann. Der Grünberger betont: "Besonders schockierend ist, dass sich Zehntausende Menschen in Berlin zu einer Demo treffen, bei der bewusst gegen Hygieneregeln in böswilliger Art und Weise verstoßen wird."

Laut Sann handeln diese Menschen "zutiefst unpatriotisch und gemeingefährlich", obwohl ein großer Teil der Teilnehmer stets ihre Liebe zu Deutschland betone. Hier werde die Scheinheiligkeit vieler Rechtsradikaler deutlich.

Um weiteren Schaden für die öffentliche Gesundheit abzuwenden, sollten Demonstrationen, bei denen Verstöße gegen die Hygieneregeln mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu erwarten sind, im Vorfeld verboten werden. Verstöße gegen die Corona-Regeln sollten mit deutlich höheren Bußgeldern als bisher sanktioniert werden.

Laut Sann sei besonders dramatisch, dass bei diesen Demos Menschen aus der bürgerlichen Mitte gemeinsam mit Verfassungsfeinden marschieren. Hier würden sich völlig entgegengesetzte politische Lager sowie Teile der politischen Mitte zu einer "neuen Anti-Establishment-Bewegung" zusammenschließen. Dies sei eine "aus demokratischer Perspektive zutiefst dramatische Entwicklung".

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