Jugendlichen Orientierung bieten

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Gießen (pm). Jugendlichen Orientierung auf dem Weg von der Schule ins Berufsleben bieten, benachteiligten oder belasteten jungen Menschen einen Weg in Arbeit und Ausbildung und damit den Start in ein selbstständiges Leben ermöglichen, darum geht es bei einem Bündel von Projekten zur Beschäftigungsförderung, die der Landkreis Gießen unterstützt.

Um diese Programme weiterzuführen, überweist der Landkreis insgesamt rund 774 000 Euro an seine Partner, die für die Umsetzung vor Ort sorgen - Zaug, Jugendwerkstatt Gießen, Caritasverband Gießen sowie der Förderverein für seelische Gesundheit. Die Summe setzt sich zusammen aus Zuwendungen des Landes Hessen, der Agentur für Arbeit und des Landkreises.

Grundlage der Initiativen ist die 2015 erstmals ausgearbeitete und nun verlängerte Ausbildungs- und Arbeitsmarktstrategie für den Landkreis, die gemeinsam mit den regionalen Akteuren für Beschäftigungsförderung vereinbart wurde.

Gezieltes Arbeitstraining

Rund 92 000 Euro fließen in das Projekt der Berufsorientierungscoaches an Schulen im Landkreis. Unter dem Motto »Keiner geht verloren« hat der Kreis in Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur Zaug beauftragt, rechtzeitig vor dem Schulabgang Module zur Berufsorientierung anzubieten. Seit August und bis 2025 gibt es das Angebot nun auch an der Gesamtschule Hungen. Es dient der Orientierung für Jugendliche, die eigene Stärken und Interessen erkennen und Einblicke in die Berufswelt erhalten können.

Insgesamt rund 681 000 Euro Zuwendung gehen an Zaug, Jugendwerkstatt, Caritas und den Förderverein für seelische Gesundheit. Seit 2012 machen diese Partner Angebote, um Menschen einen Einstieg in Ausbildung oder Beruf zu ermöglichen, die dies allein nicht ohne Weiteres schaffen würden. So richtet sich das Projekt »ProAktiv« von Zaug vorwiegend an Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern.

Der Caritasverband Gießen führt mit dem Programm »Wegbereiter« Menschen an den Arbeitsmarkt heran und unterstützt sie dabei, eigene Probleme zu lösen. Einen ähnlichen Weg verfolgt die Jugendwerkstatt mit »Auffordern statt aufgeben«: Hier werden Menschen durch Arbeitstraining auf einen Einstieg ins Berufsleben vorbereitet.

Der Förderverein für seelische Gesundheit widmet sich mit dem Projekt »Plan B« vorwiegend Personen mit psychischen Beeinträchtigungen. Bewährt hat sich auch das Zaug-Projekt »Dreisprung«, das dem Fachkräftenachwuchs von Firmen dient: Hier werden in spezieller Weise geflüchtete Menschen an eine duale Berufsausbildung in Unternehmen herangeführt, die einen entsprechenden Bedarf haben.

Ziel sei es, jungen Menschen Unterstützung und Perspektiven zu geben, die im Arbeits- und Ausbildungsleben nicht aus eigener Kraft Fuß fassen können. »Alle Initiativen haben zum Ziel, Chancen für ein gelingendes Leben zu schaffen und damit schließlich auch Langzeitarbeitslosigkeit und Sozialleistungsbezug zu verhindern«, sagte Landrätin Anita Schneider.

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