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Jugendliche sammeln Christbäume ein

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Beherzt packt sich ein Feuerwehrmann die gut zwei Meter hohe Tanne am Straßenrand. Bis vor wenigen Stunden stand sie noch als geschmückter Weihnachtsbaum in einem Wohnzimmer. Nun hat sie ihre Aufgabe erfüllt, wird auf einen Anhänger verladen und zusammen mit vielen weiteren Bäumen an den Stadtrand gefahren. Kaum abgeladen, packt sie ein weiterer Feuerwehrmann und wirft sie ins Feuer. Die Nadeln knistern, als sie in Flammen aufgehen. Zum letzten Mal leuchtet dieser Weihnachtsbaum.

Die Weihnachtsbaumsammlungen haben im Landkreis Gießen Tradition. In fast allen Orten sammeln die Jugendfeuerwehren oder Ortsvereine die ausgedienten Christbäume ein. Die Bürger danken dafür mit einer kleinen Spende, die entweder der Jugendarbeit oder sozialen Zwecken zugute kommt. In manchen Orten werden die Bäume geschreddert, in anderen Orten verbrannt. Hier stellvertretend einige Beispiele. Insgesamt 25 Helfer und 13 Jugendliche waren in Lichmit dem Einsammeln der Bäume beschäftigt. In Nonnenrothwar die Jugendfeuerwehr im Einsatz. Dort wurden die Tannen im Feld verbrannt, während sich die Jugendlichen und Helfer über heiße Würste freuten. Hunderte Bäume warteten im Gebiet der Kernstadt Hungendarauf, von der Jugendfeuerwehr eingesammelt zu werden. Die Jugendlichen wurden von zwölf Mitgliedern der Einsatzabteilung unterstützt, die unter anderem die Traktoren fuhren. Für alle Helfer hatte Stefan Kuhl Würstchengulasch gekocht.

500 Leute beim Baumglühen

In Wißmarwurde der letzte Akt für die Nadelgehölze zu einem Volksschauspiel: Christbaumglühen heißt das Spektakel, zu dem die Freiwillige Feuerwehr einlud. Rund 450 Bäume waren eingesammelt und auf die Festwiese hinter das Gerätehaus gebracht worden. Entfacht wurden die Bäume durch die Kinder, die zuvor in einem Fackelzug durch das Dorf gezogen waren. Knisternd und krachend gingen die Tannenbäume schnell in Flammen auf. Ein spektakuläres Schauspiel, als die Flammen meterhoch, mit teils gigantischem Funkenflug, in den nächtliche Himmel schlugen. Nach und nach wurden alle Bäume verbrannt, unter strengen Sicherheitsvorkehrungen und bewacht von den Brandschützern. Etwa 500 Schaulustige genossen das Schauspiel bei Würstchen und Heiß- und Kaltgetränken. Der Erlös des Events kommt der Carsten-Bender-Leukämiestiftung zugute.

In Grünbergsammelten zwölf Mitglieder der Jugendfeuerwehr, verstärkt durch zehn Kräfte der Einsatzabteilung, die ausgedienten Weihnachtsbäume ein. Sie brachten die Nadelhölzer zu einer Wiese unterhalb des Tannenköppels. Dort wurden sie verbrannt.

In Steinheimsammelten bei Sonnenschein zehn Mitglieder der Mini- und Jugendfeuerwehr unterstützt von 14 Kräften der Einsatzabteilung 58 Bäume ein. Diese wurden auf dem Kaltenrain verbrannt. In Obbornhofensammelten zehn Mitglieder der Jugendfeuerwehr sowie 14 Mitglieder der Einsatzabteilung die Weihnachtsbäume ein. Anschließend wurden sie am Ortsrand verbrannt. Auch in Hüttenbergund Muschenheimzogen die Jugendfeuerwehren aus. pad/m/fp/con/pm

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