Besichtigungstermin mit dem "Frankfurter": Sebastian Moos (4.v.l.) und sein Team bringen den Oldtimer wieder auf Vordermann. FOTO: M
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Besichtigungstermin mit dem "Frankfurter": Sebastian Moos (4.v.l.) und sein Team bringen den Oldtimer wieder auf Vordermann. FOTO: M

"Jetzt glänzt er wieder"

  • vonVolker Mattern
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Wettenberg(m). Der Lack war ab, jetzt glänzt er wieder, der "Frankfurter", wie sie das in die Jahre gekommene Einsatzfahrzeug liebevoll nennen.

Die Mitglieder der IG "Frankfurter", eine Untersparte des Fördervereins der FFW Krofdorf-Gleiberg mit ihrem Sprecher Sebastian Moos, konzipierten nicht nur den Restaurierungsprozess, viele packten auch kräftig mit an.

Sven Spies von der gleichnamigen Karosserie- und Fahrzeugbaufirma war mit im Gerätehaus, als das alte TLF 16 SA an die frische Luft durfte und der signalfeuerwehrrote Lack so richtig zur Geltung kam.

Einige Daten zur Vita des "Frankfurters": Gebaut 1964, in Dienst gestellt bei der Flughafen AG in Frankfurt, 1984 auf Betreiben des verstorbenen MdB Klaus Daubertshäuser als Schenkung in den Bestand des Fuhrparks der Freiwilligen Feuerwehr Krofdorf-Gleiberg überführt, im Rahmen der Partnerschaft nach Zsámbék an die dortigen Kameraden übergeben. Im Sommer vor knapp vier Jahren wurde er dann auf einem Tieflader zurückgeführt nach Krofdorf-Gleiberg.

Die Überführung nach Zsámbék fiel seinerzeit in die Amtszeit von Gerhard Schmidt. Der ehemalige Bürgermeister bestaunte nun ebenfalls den Oldtimer. "Jetzt geht es an die komplette Innenauskleidung, und da wartet viel Holzarbeit", erklärte Moos. Die Dachbeladungskonstruktion aus Holz ist schon fertig. Es stehen noch die Entrostung und Neulackierung der Schlauchhaspeln an. In rund acht Wochen soll der Aufbau komplett fertig sein. Dann kann man sich am 10. Mai bei den Oldtimertagen in Lollar sehen lassen und am Fahrzeugkorso teilnehmen. Eine Einladung gibt es auch schon für den 19. Juli bei der Oldtimerausfahrt im Gewerbepark Ost, initiiert von Michael Gross. Hier hatte Schmidt den Kontakt hergestellt. 450 Stunden Eigenleistung stecken bisher in der Restaurierung. Da kommt man bei Ansatz des Mindestlohns auf rund 20 000 Euro - viel höher freilich ist der ideelle Wert. 13 000 Euro entstanden an externen Kosten; 2000 Euro Materialspende gab es von Firmen. Da war auch der Dank groß über den Scheck von Spieß. Vielleicht gibt es erst Mal eine kleine Verschnaufpause, um in ein bis zwei Jahren mit der Restaurierung der Fahrerkabine zu beginnen.

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