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Die Ehrungen mit (v. l.) Vorsitzenden Joachim Otto, Rudi Weber und dem stellvertretenden Verbandsvorsitzenden Edgar Köster. (con)

An jedem fünften Unfall ist Wild beteiligt

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Hüttenberg (con). Der Mähtod beschäftigte den Verband der Jagdgenossenschaften in den Landkreisen Gießen und Lahn-Dill im vergangenen Jahr. Darum lud die Genossenschaft in diesem Jahr zu einer Tagung im Naturschutzzentrum Wetzlar mit Jägern, Landjugend, Bauern und dem Verband der Jagdgenossenschaften ein und behandelte dabei Möglichkeiten, den Mähtod zu verhindern.

"Dies und die generellen Gespräche zu diesem Thema haben wohl wesentlich dazu beigetragen, den Mähtod deutlich zu verringern - zumindest sind mir keine neuen Fälle aus der Presse bekannt geworden", berichtete der Vorsitzende des Kreisverbandes, Joachim Otto, in seinem Jahresbericht anlässlich der Mitgliederversammlung des Verbandes. Dies war eine durchaus erfreuliche Entwicklung, die er in den Hüttenberger Bürgerstuben verkünden konnte. Aber auch eine traurige Bilanz gab es zu vermelden: 2018 gab es in ganz Hessen 16 000 Wildunfälle - in Mittelhessen war jeder fünfte Unfall ein solcher. Dabei wurden insgesamt 13 148 Rehe durch Kraftfahrzeuge getötet. "Wir sollten darauf hinweisen, wie viele Tiere durch den Verkehr zu Tode kommen", erklärte Otto.

Doch auch einige Punkte bei der neuen Hessischen Schalenwildrichtlinie könnte zu Problemen führen: "Bei Schälschäden können die Abschusspläne im Wald ohne unser Zutun erhöht werden - unser Mitspracherecht wurde eingeschränkt", berichtete Otto. "Während Waschbären geschützt werden, soll der Wald möglichst ohne Reh und Rotwild sein."

An den Revieren der Genossenschaft besteht aber nach wie vor ein großes Interesse: Bei Ausschreibungen kommt es nicht selten vor, dass siech gleich zehn Interessierte für die Pacht eines Reviers melden.

Auch Ehrungen langjähriger Jagdvorsteher, die in diesem Jahr aus dieser Position ausgeschieden sind, standen an: Rudi Weber aus Hochelheim wurde für 20 Jahre als Jagdvorsteher geehrt, Hans Steinbichler aus Grüningen für 35 Jahre und Hermann Nachtigall aus Ober-Bessingen für zehn Jahre - die beiden letztgenannten in Abwesenheit.

Vanessa Eckert, Projektkoordinatorin des Feldflurprojekts "Gießen Süd" bei der Abteilung für ländlichen Raum Gießen und Lahn-Dill, sprach zum Thema "Rückgang der Offenlandarten und geeignete Schutzmaßnahmen am Beispiel des Feldflurprojekts".

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