Heinz Köppen
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Heinz Köppen

55 Jahre im Ortsgericht

  • vonJohannes Weil
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Hüttenberg(jow) Als die Gemeindevertretung Hüttenberg in ihrer November-Sitzung drei neue Mitglieder für das Ortsgericht Hüttenberg nominiert hat, war der Älteste von ihnen 51 Jahre alt. Als dieser geboren wurde, war Heinz Köppen schon vier Jahr im Dienst des Ortsgerichts. Jetzt konnte er zum Ende seiner Amtszeit ein Dienstjubiläum der besonderen Art feiern.

Er war 55 Jahre ununterbrochen im Ortsgericht Hörnsheim, später Hüttenberg I. Mit der Wahl der neuen Mitglieder ist seine Amtszeit abgelaufen. Bürgermeister Christof Heller bedankte sich für die langjährige Mitarbeit: "Auch wenn wir nicht der Anstellungsträger sind, lebt die Gemeinde von einem solchen ehrenamtlichen Engagement." Köppen bescheinigte er, dass dieser ein Mensch sei, "der gerne etwas für den Ort bewegt".

Köppen betonte, dass ihn 1965 der damalige Bürgermeister Hans Schmidt fragte, ob er sich eine Mitarbeit vorstellen könne. Köppen sagte spontan: "Ja". Ortsgerichtsvorsteher war damals Wilhelm Lang. Außerdem gehörten dem Gremium Ludwig Schmidt und Wilhelm Ludwig an. Köppen war mit 27 Jahre der Jüngste der vier.

Die 55 Jahre seien eine lange Wegstrecke gewesen, in der er viel erlebt und um die einen oder andere Erfahrung reicher geworden sei: "Man lernt Leute und deren Probleme kennen. Es waren aber auch nicht immer angenehme Termine", sagte Köppen.

Die Hauptaufgabe im Ortsgericht ist die Wertermittlung, also das Schätzen von Gebäuden, Grundstücken oder von Flächen im Außenbereich nach amtlichen Vorgaben und Richtlinien. Als Ortsgerichts-Stellvertreter habe er aber auch die anderen Aufgaben, wie die Beglaubigung von Unterschriften, Sterbefallanzeigen, die von Amts wegen zu erarbeiten sind, kennengelernt. Köppen bedankte sich bei seiner Frau Gisela, die ihm immer den Rücken freigehalten hat und stets Verständnis für die Ortsgerichts-Termine hatte.

Dem neu gewählten Team wünschte Köppen eine erfolgreiche Arbeit im Ortsgericht: "Vielleicht ist ja einer dabei, der es 56 Jahre schafft."

Köppen ist auch sonst in der Dorfgemeinschaft aktiv. Als Mitglied des Seniorenteams half er bei der Sanierung historischer Objekte mit und war auch an der Gestaltung des neuen barrierefreien Zugangs hinter der Hörnsheimer Kirche beteiligt. FOTO: JOW

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