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Im Wetteraukreis wurden bereits 600 Futtereimer für Rebhühner angeschafft. FOTO: PM

Jäger nehmen Rebhuhnhege in den Blick

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Gießen(pm). Der Jagdverein "Hubertus" Gießen und die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises informierten zur Rebhuhnhege auf einer Veranstaltung im Landhaus Klosterwald. Über 50 Jäger aus dem Gießener Raum haben sich über die Möglichkeit einer gemeinsamen Hege im Rahmen eines Rebhuhnhegerings informiert. Initiator und "Hubertus"-Vorsitzender Dieter Mackenrodt erläuterte, es gehe darum, den zunehmenden Anfragen nach einem Rebhuhnhegering im Landkreis nachzukommen. Rebhühner gelten als gefährdet, da ihr Bestand stark zurückgegangen ist.

Beim Erfahrungsaustausch von "Hubertus" Gießen mit den Vorsitzenden der Hegegemeinschaften wurden zunehmende Berichte über Rebhuhnvorkommen und das steigende Interesse der Jagdpächter an spezifischen Hegemaßnahmen diskutiert.

Im Rahmen des Info-Abends sollte nun das Interesse der Jäger vor Ort abgefragt und das weitere Vorgehen diskutiert werden. Andreas Mohr, Leiter des Rebhuhnhegerings Wetterau, stellte die Hegemaßnahmen und Voraussetzungen zur Mitgliedschaft vor.

Futtereimer angeschafft

Mohr schilderte, dass sich vor allem junge Jäger zusammen gefunden haben. Damit Erfahrungen ausgetauscht werden können, ist die Idee entstanden, einen Hegering zu gründen. Er erhält vom Wetteraukreis eine finanzielle Unterstützung aus Mitteln der Biodiversitätsabgabe.

Durch die finanzielle Förderung kann der Rebhuhnhegering jedem Mitgliedsrevier eine digitale Karte zur Verfügung stellen. Außerdem wurden mehr als 600 Futtereimer angeschafft sowie Saatgut für mehrjährige Blühmischungen zusammengestellt und beides kostenlos an die Reviere weitergeben. Voraussetzung zur Mitgliedschaft ist, dass jährlich die Daten der Feldhasenerfassung und der Rebhuhnkartierung sowie der Bau- und Geheckkartierung an den Hegering übermittelt werden.

Der Rebhuhnhegering hat sich mittlerweile weit über die Kreisgrenzen ausgedehnt und zurzeit gehören mehr als 100 Reviere dem Hegering an. Reviere findet auch im Kreis Gießen, zurzeit sind es neun.

Mohr gab Tipps für die ersten Schritte zu Gründung eines Rebhuhnhegerings. Er empfahl, dass die Reviere die kommenden Wochen nutzen, um die Frühjahrsbesätze zu ermitteln und die Territorien der einzelnen Paarhühner zu kartieren.

Stephan Stein von der Unteren Naturschutzbehörde sagte, dass der Landkreis die Initiative finanziell und fachlich unterstützen möchte. Der Landesjagdverband sicherte ebenfalls seine Unterstützung zu.

In der anschließenden Diskussion wurden sowohl organisatorische als auch fachliche Aspekte besprochen. Mackenrodt kündigte für Ende März ein nächstes Treffen an. Bis dahin müssten alle ihre "Hausaufgaben" machen, damit die weiteren Schritte besprochen werden können.

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