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Nach erfolgreicher Brauchbarkeitsprüfung werden die Jagdhunde im Rahmen des Familientags gesegnet. FOTO;: PM

Innehalten und gute Gespräche

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Gießen (pm). 100 Jahre Jagdverein Hubertus Gießen. Das sind 100 Jahre gelebtes Waidwerk, aber auch 100 Jahre gelebtes Brauchtum und Tradition. In diesem Sinne startete der Familientag des Vereins im Arnsburger Wald nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Dieter Mackenrodt mit einem musikalischen Zeltgottesdienst - begleitet vom Parforcehorncorps »Hoher Vogelsberg« unter der Leitung von Jan Andres und der Hubertus-Bläsergruppe unter der Leitung des Ehrenmitglieds Oswald Henzel.

Den Gottesdienst gestaltete Pfarrer Dr. Ulrich Becke aus Bad Nauheim. Er stellte das Waidwerk und die besondere Verbundenheit von Jägerinnen und Jägern zu Tier und Natur in den thematischen Mittelpunkt seiner Andacht und der Fürbitten, die von Werner Röeskens und Maximilian Mackenrodt gesprochen wurden.

So, wie es bei den Hubertusmessen Tradition ist, sprachen zum Ende des Gottesdienstes die beiden Kursprecher des letzten Jungjägerlehrgangs das Gelöbnis, in dem sie versprachen, die überlieferten geschriebenen und ungeschriebenen Gesetze der Waidgerechtigkeit zu achten und die Gebote des Natur- und Tierschutzes zu befolgen und das jagdliche Brauchtum allzeit in Ehren zu halten. Sie wollen als Jäger vor allem Heger und Pfleger sein und die Vorbilder überlieferter Jägertreue und den Kameradschaftsgeist zur Richtschnur ihres waidmännischen Lebens nehmen.

Brauchbarkeits- prüfung absolviert

Als Überraschung stimmte Werner Röeskens die »Ode an die Freude« an und erinnerte an diesem Tag, der zudem auch Erntedank und Tag der Deutschen Einheit ist, damit nochmal an die besondere Bedeutung von Lebensfreude und dem hohen Stellenwert, die Freundschaft im Leben aller haben sollte.

Das »Großer Gott, wir loben Dich« sowie das »Amazing Grace« gehörten ebenfalls zum Ritual des Zeltgottesdienstes, bevor die Besucher das Vaterunser sprachen und Pfarrer Becke der großen Besucherschar den Segen sprach.

Bis auf den letzten Platz waren alle Stuhlreihen im geschmückten Festzelt frühzeitig belegt. Bei Speisen und Getränken genossen die zahlreichen Gäste mit Freunden und Familien den weiteren Tag. Für viele war es das erste Wiedersehen mit liebgewonnen Menschen, immer wieder begleitet durch musikalische Darbietungen.

Erschöpft, aber glücklich erreichten zum Mittag dann 14 Hundegespanne mit ihren Prüfern und dem Hubertus-Hundeausschuss den Festplatz. Sie hatten am Vormittag mit ihren vierbeinigen Gefährten die Jubiläums-Brauchbarkeitsprüfung des Vereins absolviert und freuten sich auf ein ganz besonderes Ereignis: die Segnung der Jagdhunde durch Pfarrer Dr. Becke. Dem Brauchtum des Abschlusses einer erfolgreichen Jagdhundeprüfung entsprechend wurden auch hier die Worte des Geistlichen durch die »Hegewald-Fanfare« der Hubertus-Jagdhornbläser begleitet.

Mit Kuchen, Kaffee, vielen Gesprächen und freudigen Wiedersehen klang der Familientag am Nachmittag langsam aus. Gedankt wurde allen Helfern und Unterstützern.

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