Infektion bei 2G-Veranstaltung

  • Vonred Redaktion
    schließen

Gießen (pm). Während einer 2G-Freizeitveranstaltung in Gießen haben sich offenbar Mitte Oktober elf Menschen trotz ihres vollständigen Impfschutzes infiziert und in einigen Fällen auch deutliche Symptome entwickelt. Dem Gesundheitsamt liegen aber keine Hinweise darauf vor, dass Veranstalter die Kontrolle der Impfnachweise vor dem Einlass vernachlässigt haben.

»Auch Personen mit vollständigem Impfschutz können sich infizieren und unbemerkt das Virus weitertragen - wenn auch das Risiko wesentlich geringer ist als bei Menschen ohne Impfung«, erklärt Johanna de Haas, Leiterin des Sachgebiets Covid-19 im Kreisgesundheitsamt. Überwiegend verliefen die Infektionen geimpfter Menschen ohne Symptome oder mit milden Symptomen, dennoch seien in Ausnahmen auch schwere Verläufe möglich. Auch in Alten- und Pflegeheimen beobachtet das Gesundheitsamt in einzelnen Fällen Impfdurchbrüche. Dabei spielt auch eine Rolle, dass bei älteren Menschen das Immunsystem weniger gut einen anhaltenden Schutz nach der Impfung aufbaut als bei Jüngeren.

Hygiene und Abstand weiter nötig

Das Gesundheitsamt weist daher darauf hin: Auch eine vollständige Impfung bedeutet nicht, dass Hygiene, Lüften und Maske nicht mehr nötig sind. »Gerade in der kalten Jahreszeit, wenn sich viele Menschen in Innenräumen begegnen, gibt es ein größeres Risiko für Infektionen«, erklärt de Haas. Wichtig ist vor allem, wer Krankheitsanzeichen wie Husten, Schnupfen oder Fieber entwickelt, sollte immer den Kontakt zu anderen Menschen vermeiden und die Symptome in einer Arztpraxis abklären - und zwar auch dann, wenn es einen vollständigen Impfschutz gibt. Anlaufstelle für einen PCR-Test bei Symptomen sind die Hausarztpraxis oder der Ärztliche Bereitschaftsdienst.

Weiterhin sei es wichtig, dass sich so viele Menschen wie möglich impfen lassen, sagt Landrätin Anita Schneider. Alle Geimpften über 70 Jahre und Geimpfte über 60 mit einer Grunderkrankung sollten die Möglichkeit der Auffrischungsimpfung entweder beim Hausarzt oder im Impfbus oder der Impfambulanz nutzen. Voraussetzung ist jeweils, dass die vorige Impfung mindestens sechs Monate zurückliegt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare