Die Lahn ist ein wichtiger Faktor im Tourismuskonzept. FOTO: PM
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Die Lahn ist ein wichtiger Faktor im Tourismuskonzept. FOTO: PM

Immer was los im Gießener Land

  • vonred Redaktion
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Gießen(pm). Grüne Natur, historische Sehenswürdigkeiten und einiges an Kultur: Das Gießener Land hat viel zu bieten - oft mehr, als manchen bewusst ist. Um die Bekanntheit der Freizeitangebote im Kreisgebiets regional und überregional zu steigern, hat der Kreis Gießen vor 20 Jahren die Tourismusförderung gegründet.

"Unsere Tourismusförderung stärkt nicht nur das regionale Selbstbewusstsein, sondern fördert auch die heimische Wirtschaft durch einen naturverträglichen Tourismus und verbessert so die Attraktivität der Region", sagt Landrätin Anita Schneider. Entstanden ist das Sachgebiet "Tourismus" in der Kreisverwaltung auf Initiative des damaligen Landrats Willi Marx im Jahr 2000. Seitdem übernimmt die Tourismusbeauftragte Heike Bader in der Stabsstelle Wirtschaftsförderung, Tourismus und Klimaschutz verschiedenste Aufgaben, um die Bekanntheit der Region zu fördern, neue Angebote zu schaffen und Akteure zu vernetzen. So veröffentlicht sie in Kooperation mit den Kreiskommunen touristische Broschüren, Faltkarten sowie jährlich den Veranstaltungskalender "ImmerWasLos".

Gästezahlen steigen

Außerdem organisiert sie Sonderaktionen, Messeauftritte, Wanderaktionstage und betreut die Internetseite www.giessener-land.de. Für die überregionale Bewerbung ist der Landkreis Gießen zusätzlich Mitglied in den Tourismusverbänden Lahntal und Vogelsberg.

Dieses Engagement zahlt sich aus, denn Touristen kommen gerne in das Gießener Land. Sowohl steigende Umsätze aus dem Tagestourismus als auch steigende Übernachtungszahlen im Landkreis Gießen belegen eine deutliche Zunahme an Gästen.

Von 2005 bis 2018 ist das Einkommen in der Tourismusbranche im Landkreis Gießen um rund 60 Prozent gestiegen. Aufgrund der Corona-Pandemie verzeichnet die Tourismusbranche derzeit jedoch starke Einbußen. So gab es im April im Landkreis Gießen rund 86 Prozent weniger Übernachtungen als im Vorjahresmonat - was ungefähr einen Einbruch des Bruttoumsatzes von 4,85 Millionen Euro für die Region bedeutet.

Tourismusförderung soll den Landkreis jedoch nicht nur für Touristen attraktiv, sondern auch für die Bewohner zu einer lebenswerten Region machen. "Oft nimmt man sich zu wenig Zeit, um zu Fuß oder mit dem Fahrrad die eigene Heimat zu erkunden und plant stattdessen einen Urlaub im Ausland", weiß Tourismusbeauftragte Heike Bader. "Die wochenlangen Reisebeschränkungen haben uns aber wieder gezeigt, wie abwechslungsreich unsere Mittelgebirgslandschaft ist." Das Schöne dabei sei: Egal, in welchem Ort man auch wohne, nie sei es besonders weit bis ins Grüne.

"Ein Vorteil, den wir ausbauen möchten", sagt Landrätin Schneider. Das nächste Ziel für die Tourismusförderung ist es daher, die aktuelle Wander-Infrastruktur im Gießener Land zu optimieren und mehr Qualitätswege zu initiieren. Bisher gibt es im Landkreis Gießen bereits sieben beschilderte touristische Radrouten, 22 Kulturtafeln mit Infoboxen sowie mit dem "Kelten-Römer-Pfad" und dem "Lahnwanderweg" zwei zertifizierte Qualitätswanderwege.

Weitere Informationen zu den Freizeitangeboten gibt es auf www.giessener-land.de.

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