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Ein Höhepunkt der »Licher Kultur Oasen«: Das Jubiläumskonzert der Coverband »Peep Durple« lockt am Samstagabend rund 250 Rockfans unter das überdimensionale Zeltdach im Licher Waldschwimmbad.

Im Idealfall ein Selbstläufer

  • Gabriele Krämer
    VonGabriele Krämer
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Laut, sehr laut ging es am Samstagabend im Licher Waldschwimmbad zu. Das hatte schon seine Ordnung - schließlich war die Rock-Coverband »Peep Durple« am Start. Der Höhepunkt der »Licher Kultur Oasen« versüßt den Veranstaltern eine lediglich von äußeren Bedingungen getrübte Wochenendbilanz.

Coole Acts, ein Programm für jedes Alter, professionelle Licht- und Soundtechnik, wetterfeste Überdachung, minimaler Eintrittspreis - aber: »Insgesamt waren viel zu wenig Leute da. Das war schon sehr frustrierend. Das Wetter hat uns definitiv einen Strich durch die Rechnung gemacht«, resümiert Joachim Siebert. Am Montag zieht der Vorsitzende des Waldschwimmbadvereins »Sport, Erholung & Kultur« (SEK) auf Anfrage dieser Zeitung eine eher durchwachsene Bilanz der »Licher Kultur Oasen« vom Wochenende.

Die Publikumsresonanz auf die neun Veranstaltungen, die auf der weitläufigen Freibadwiese von Freitagvormittag bis Sonntagabend gemeinsam mit der Stadt und der Licher Kulturwerkstatt gestemmt wurden, blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück. Im Idealfall, sprich bei sommerlichen Temperaturen, wäre das ambitionierte Angebot im »Waldi« zweifellos ein Selbstläufer gewesen. Allein die Zahl der Helfer, die für Catering, Auf- und Abbau im Einsatz waren, hätten jeder Großveranstaltung zur Ehre gereicht.

»So weit ganz gut« sei der Besuch gewesen, zeigt sich Christiane Agel (Stadt Lich) versöhnlich. Ebenso wie Siebert ist sie voll des Lobes für die Kooperation unter den Veranstaltern: »Das hat prima geklappt« - weshalb auch Überlegungen zu einer Neuauflage/Fortsetzung in der Saison 2022 durchaus legitim seien. Freilich standen in diesem Jahr für die »Licher Kultur Oasen«, die bereits ein Veranstaltungswochenende im Bürgerpark umfassten (die GAZ berichtete), insgesamt 28 000 Euro Förderung zur Verfügung. 2800 davon kamen von der Stadt Lich, der stattliche »Rest« aus einem Sonderprogramm des Landes.

Jedenfalls in bester Erinnerung bleiben wird das Open-Air-Spektakel den mindestens 250 Fans, die sich am Samstagabend ins »Waldi« aufgemacht haben, um dort mit der RockCoverband »Peep Durple« mal wieder so richtig abzufeiern - »wie in alten Zeiten« eben. Dass die Frontmen Michel und Gerhard Schmied (Gesang), Andy Kühr (Schlagzeug), Danny Wächter (Bass), Ralf Gräbe (Gitarre) und Thilo Eiff (Keyboard) nach zweijähriger coronabedingter Bühnenpause nun zum verspäteten 25-jährigen Bühnenjubiläum nochmal eine Extra-Schippe Power und Spielfreude drauflegten, wurde vom Publikum mehrfach mit begeistertem Applaus honoriert. Eigentlich gut, dass es regnete - zur Abkühlung.

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