Eva Ivanovic Lamarra
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Eva Ivanovic Lamarra

Die Hygiene-Experten

  • Rüdiger Soßdorf
    vonRüdiger Soßdorf
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Es braucht Fachleute, wenn Hygieneregeln in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Reha-Kliniken richtig umgesetzt werden sollen. Wie etwa die Experten vom Hygiene Service Management Wetterau mit Sitz in Großen-Linden.

Wo einst Aspirin und Hustensaft in den Regalen stand, da finden sich jetzt - Desinfektionsmittel. Seit gut einem Jahr haben die Hygienespezialisten von HSM Wetterau in der Großen-Lindener Bahnhofstraße ihre Zentrale. Und sie sind gefragt - gerade in Zeiten wie diesen.

Hygiene - das fängt zwar beim richtigen Händewaschen an, hört da aber noch lange nicht auf. Eva Maria Ivanovic Lamarra ist seit 20 Jahren Hygienefachkraft. Sie hat sich darauf spezialisiert, den Menschen zu erklären, wie es richtig geht. Seit 13 Jahren bietet sie mit ihrem Team Hygieneberatung und Schulungen im Bereich der ambulanten und stationären Pflege in Krankenhäusern, Reha-Kliniken und Pflegeeinrichtungen an.

Und nicht nur dort: "Auch Kindertagesstätten, Arztpraxen, Friseure, Fußpfleger oder Tätowierer zählen zu den Kunden", berichtet Ivanovic Lamarra. Gefragt sind die Hygiene-Spezialisten eben überall dort, wo sich Menschen freiwillig ebenso wie unfreiwillig näher kommen.

Ihre Beratung wird längst nicht mehr nur aus dem Kreis Gießen oder der Wetterau angefragt. Kunden kommen auch aus Essen, Mainz oder Stuttgart. Zuletzt erst haben die HSM-Spezialisten im Auftrag des Main-Kinzig-Kreises 48 Pflegeeinrichtungen begangen und beraten. "Idealerweise sind wir schon vor der Behörde da", sagt Ivanovic Lamarra.

Was 2011 mit einer Mitarbeiterin begann, das hat sich heute zu einem Unternehmen mit acht Beschäftigten entwickelt.

Sie erarbeiten Hygienekonzepte und Pandemiepläne für Einrichtungen und Schulen, Krankenschwestern, Altenpfleger und Erzieherinnen in der richtigen Umsetzung. Die Liste der angebotenen Leistungen ist lang, reicht von der Lösung von kritischen Hygienesituationen über das Erstellen und Überarbeiten von Reinigungs- und Desinfektionsplänen bis in die Hauswirtschaft, etwa die Speisenversorgung mit den dazugehörigen Fragen der Lebensmittelhygiene. Hinzu kommen mikrobiologische Probenahmen und Analysen oder Trinkwassergefährdungs-Beurteilungen. Das Angebot an Hygieneschulungen beginnt beim Fachvortrag und reicht über Inhouse-Seminare bis hin zu mehrtägigen Hygiene-Workshops, etwa für Hygienebeauftragte in der Pflege, erläutert die Chefin.

Wobei die Arbeit in Zeiten von Corona eine andere geworden ist: Dominierten ehedem Schulungen vor Ort, so fällt das aktuell eher flach: Allein 54 Fortbildungen hat Ivanovic Lamarra bereits auf e-learning umgestellt. Dass zu Schulung und Beratung auch noch der Vertrieb von Hygieneprodukten wie Masken, Flächendesinfektionsmitteln etc. in einem Ladengeschäft und einem Online-Shop hinzugekommen ist, das war ursprünglich nicht so geplant. Kunden fragten jedoch immer wieder an, ob sie nicht alles aus einer Hand bekommen könnten, schildert die Unternehmerin. FOTO: SO

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