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Junger Steinkauz.

Zeit der Steinkäuze beginnt

  • vonPatrick Dehnhardt
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Hungen (pad). In den Streuobstwiesen stecken nun die Steinkäuze ihre Reviere ab. Ihr typischer Gesang ist dafür ein deutliches Zeichen. Das bedeutet auch für den Naturschutzbund (NABU) in Nonnenroth jede Menge Arbeit: Er will die Reviere kartieren, zudem die Käuze mit Aufwertungsmaßnahmen unterstützen. Ziel ist, den Bestand stabil zu halten.

»Der Gesang des Steinkauzes begleitet den Frühlingsanfang«, erklärt Heinz Weiss vom NABU Nonnenroth. »Bereits seit Februar schallen seine Rufe durch die Dämmerung und Nacht. Jetzt im März und April erreicht die Balzzeit des Steinkauzes ihren Höhepunkt.« Die kleinen Eulen stecken mit ihren weithin hörbaren Rufen ihr Territorium ab, wobei sich sowohl Männchen als auch Weibchen beteiligen.

Nah am Geburtsort

Dies ist die ideale Zeit für den NABU Nonnenroth und die Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON), um nach Steinkäuzen zu suchen. Die akustische Bestandsaufnahme ermöglicht es den Naturschützern, ohne Störung der Tiere die Anzahl der Reviere zu erfassen.

»Der Steinkauz braucht nicht nur naturnahe Flächen, sondern ein kreisweites Lebensnetz, das die Biodiversität langfristig schützt«, erklärt Weiss. Die Kommunen und der Landkreis seien daher gefordert. »Die bestehenden Kerngebiete für die Biodiversität müssen weiter aufgewertet und erweitert werden, um bedrohten Arten wie dem Steinkauz genügend Raum zu geben.« Dabei sind Steinkäuze sehr heimatverbunden: Sie siedeln sich in der Regel im Umkreis von zehn Kilometern um ihren Geburtsort an. »Sie verteidigen ihre Reviere zwar deutlich gegen Eindringlinge, sind aber generell gesellig und haben gern Nachbarn in Rufweite«, erklärt der Naturschützer. Daneben zieht eine kleine Zahl weiter, um nach neuen Brutgebieten zu suchen. »Genau dafür muss die ökologische Infrastruktur Vernetzungsgebiete, Trittsteine und neue wertvolle Lebensräume bieten, um der Art die weitere Ausbreitung zu erleichtern.«

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