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Wer weiß denn so was?

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Von: red Redaktion

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Wie mit diesem Schild an der Stadtmauer werden jetzt Besucher Hungens an verschiedenen Stellen auf historische Bezüge aufmerksam gemacht. © pv

Hungen (pm). Aufmerksame Spaziergänger haben sie vielleicht schon bemerkt: An vielen Stellen der Altstadt erklären kleine weiße Schilder die Orte, an denen Hungener Geschichte geschrieben wurde, und zwar durch verschiedene historische Epochen.

Die Infotafeln sind vor allem entlang der Route von Hungens »kleinem Stadtspaziergang« zu finden, der in einem Flyer am Büro des Stadtmarketings, an der Tourist-Info beim Hotel am Markt rund um die Uhr sowie im Rathaus zu haben ist.

Altstadt erkunden

Nun sind die Informationen zu den dort beschriebenen Stationen auch bei einem spontanen Altstadterkundungsgang zugänglich.

Viele Schilder mit kompakten Informationen zur Geschichte der Orte oder Gebäude wurden im Laufe des vergangenen Jahres angebracht. Sie ergänzen die schon von je her vorhandenen Hinweistafeln an den prominentesten und ältesten Baudenkmälern von Stadtkirche und Schloss sowie an der ehemaligen Synagoge.

Dabei sind zum Beispiel die Reste von Hungens mittelalterlicher Stadtmauer, die Standorte der nicht mehr vorhandenen mittelalterlichen Stadttore Ober- und Untertor oder das alte Rathaus in der heutigen Traditions-Gaststätte »Zur Reichskrone« mit dem benachbarten Standort des heute im Hessenpark befindlichen alten Amtshauses.

Alte Wohnhäuser und der Brunnen

Oder die frühere Ratsapotheke und Sitz der Schultheiße im Mittelalter in der heutigen Gaststätte »Zum Otto«, das ehemalige Wohnhaus des hier für eine nachhaltige Forstwirtschaft im 18. Jahrhundert tätigen Forstmeisters Georg-Ludwig-Hartigs, den aus Braunfels nach Hungen zurückgekehrten alten Schlossbrunnen sowie das Wohnhaus von Hungens Heimatdichter Karl Reinhardt mit der benachbarten Gastwirtschaft seiner Eltern im heutigen »Wirtshaus Sterntaler«.

Und da sind die Anfang des 20. Jahrhunderts erbaute »Alte Grundschule« mit ihrer heutigen Bestimmung als Kulturzentrum sowie schließlich noch Hungens neuester regional bekannter kulinarischer Publikumsmagnet in der »Käsescheune« in ihrer historischen Umgebung am Standort des alten Brauhauses »Am Zwenger«.

Folgen werden bald noch das mit dem Hessischen Denkmalpreis prämierte »Ackerbürgerhaus« des verstorbenen Bürgers Wolfgang Wagner in der Bitzenstraße, unweit des früheren Krankenhauses der »Fendtschen Stiftung« und das ehemalige Landratsamt im lange sogenannten »Schlosshotel«.

Die Stadtmarketingvereinsvorsitzende Dr. Julia Marterer-Stingl und ihre Stellvertreterin Martina Beele-Peters bedanken sich bei der Stadt Hungen und den jeweiligen privaten Eigentümern der historischen Gebäude für ihre Unterstützung. Sie hoffen, dass sich ein persönlicher Stadtrundgang sowohl für Hungener als auch Gäste aus Nah und Fern nun noch mehr lohnt.

Und vielleicht gibt es ja auch noch mehr historische Plätze in Hungen zu erläutern - das Stadtmarketing freut sich über Tipps von historischen Interessierten, die Hinweise auf weitere geeignete Orte geben möchten.

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