Weniger Sozialarbeit, weniger Helfer

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120 Flüchtlinge leben aktuell in Hungen, 25 davon in den beiden Gemeinschaftsunterkünften. Fast alle wollen in der Stadt bleiben. Deshalb werden weiter Wohnungen in allen Größenordnungen gesucht. Das berichtete Bürgermeister Rainer Wengorsch, der kürzlich im Stadtparlament den Bericht über die Tätigkeit von Karen Mekhzoum vorlegte. Die Flüchtlingsbetreuerin unterstützt seit gut einem Jahr die Arbeit von Gemeindepädagogin Sabine Nickel und der ehrenamtlichen Helfer. Ihre halbe Stelle in der Stadtverwaltung ist befristet und läuft Ende des Jahres aus.

120 Flüchtlinge leben aktuell in Hungen, 25 davon in den beiden Gemeinschaftsunterkünften. Fast alle wollen in der Stadt bleiben. Deshalb werden weiter Wohnungen in allen Größenordnungen gesucht. Das berichtete Bürgermeister Rainer Wengorsch, der kürzlich im Stadtparlament den Bericht über die Tätigkeit von Karen Mekhzoum vorlegte. Die Flüchtlingsbetreuerin unterstützt seit gut einem Jahr die Arbeit von Gemeindepädagogin Sabine Nickel und der ehrenamtlichen Helfer. Ihre halbe Stelle in der Stadtverwaltung ist befristet und läuft Ende des Jahres aus.

Wie Wengorsch sagte, hat der Landkreis die Zahl der Sozialarbeiter reduziert. Die Begleitung der Ehrenamtlichen durch die Diakonie sei im vergangenen April ausgelaufen. Fast alle erwachsenen Flüchtlinge in Hungen fielen mittlerweile in den Verantwortungsbereich des Jobcenters. Deshalb würden sie nicht mehr von Sozialarbeitern betreut, sondern müssten selbstständig agieren.

Wird die Stelle verlängert?

"Dazu sind die meisten nicht in der Lage. Ohne Ehrenamtliche und Hilfe der Stadt Hungen gäbe es eine große Anzahl von Problemen mit Behörden und Ämtern", heißt es in dem Bericht, den Sabine Nickel verfasst hat. Dank ihrer fundierten Kenntnisse in der Flüchtlingshilfe und ihrer guten Kontakte könne Karen Mekhzoum in solchen Fällen schnell helfen. Zudem helfe sie, das für die Flüchtlinge geknüpfte Netzwerk aufrechtzuerhalten, zumal die Zahl der ehrenamtlichen Helfer nach nunmehr bald drei Jahren stark rückläufig sei. "Viele können aus gesundheitlichen, beruflichen oder familiären Gründen nicht mehr mithelfen", schreibt Nickel. Insbesondere das wöchentliche Treffen im Kulturzentrum, das Flüchtlingen und ihren Helfern gleichermaßen als Anlaufstelle dient, könnte von den derzeit zur Verfügung stehenden Ehrenamtlichen allein nicht aufrechterhalten werden.

Ob eine Vertragsverlängerung in Aussicht steht, ist ungeklärt. "Dafür gibt es noch keinen konkreten Vorschlag", sagte der Bürgermeister auf Nachfrage der SPD. "Die Aufgabe ist am 31. Dezember nicht zu Ende", sagte Britta Eichelmann (Bündnis 90/Die Grünen). "Wir würden einer Vertragsverlängerung zustimmen." Zwischenruf von CDU-Sprecher Norbert Marsfelde: "Wir nicht."

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